Hilfe für junge Vietnamesen: Stadt kann Aufenthalt bestätigen

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Schnell gehandelt: Die Göttinger Stadtverwaltung hat 42 Vienamesen geholfen, eine Ausbildung beginnen zu können. 

Göttingen. Wie die Stadt Göttingen mitteilt, gibt es endlich Bewegung in der Ausländerrechtsfrage von 42 jungen Vietnamesinnen und Vietnamesen.

Sie wollten an einem Lehrgang der Göttinger Berufsfachschule für Altenpflege teilnehmen, konnten es aber nicht, da nicht nachvollziehbare Einreisesperren existierten. 

Jetzt kann die Stadt vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen ausstellen.Die würden Ausbildungen an der Berufsfachschule und eine mit der Ausbildung verbundene Beschäftigung ermöglichen, teilte Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann mit. Das sei das Ergebnis eines Gespräches mit der zuständigen Abteilung im Niedersächsischen Innenministerium gewesen.

Man wolle den Betroffenen einer unzumutbar langen Wartezeit auf eine Entscheidung des Auswärtigen Amtes oder der Deutschen Botschaft in Hanoi schnell helfen, so Suermann. Das Ministerium teile die Auffassung der Stadt Göttingen, unter Vorbehalt dem Anliegen der Schüler zu entsprechen und wolle Bescheinigungen ausstellen.

Die Stadt Göttingen hatte bereits vorab Verständnis für die jungen Vietnamesen bekundet.

Die Göttinger Ausländerbehörde war bei der routinemäßigen Überprüfung im „Schengen Informations Systems“ (SIS) auf zahlreiche, nicht nachvollziehbare Einreisesperren gestoßen und hatte sich sofort an das Niedersächsische Innenministerium gewandt.

Die Göttinger Ausländerbehörde hatte auch vorgeschlagen, die offenbar systembedingten Fehleinträge zunächst zu ignorieren, um mit der Bearbeitung der Aufenthaltstitel fortfahren zu können. Zumal für die jungen Menschen daraus eine wirtschaftliche Notsituationen hätte entstehen können – so auch für den Träger der Ausbildungsmaßnahme. 

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