Hilfsbereitschaft überwältigend

Etwa 250 Teilnehmer bei Workshop zur kommunalen Flüchtlingsarbeit

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Überwältigende Resonanz: Renate Kornhardt (vorn) begrüßte mehr als 250 Teilnehmer beim Workshop zur kommunalen Flüchtlingshilfe im Ratssaal des Göttinger Rathauses.

Göttingen. Mehr als 250 Teilnehmer sorgten im Göttinger Rathaus bei einem Workshop zur Standortbestimmung der kommunalen Flüchtlingsarbeit für einen restlos überfüllten Ratssaal.

„Die Resonanz war überwältigend“, freute sich Mitorganisatorin Renate Kornhardt vom Büro für Integration der Stadt Göttingen, das zusammen mit dem städtischen Sozialdezernat zu der Veranstaltung unter dem Titel „Willkommen Flüchtlinge – Vielfalt in Göttingen“ eingeladen hatte. „Wir hatten schon im Vorfeld so viele Anmeldungen, dass wir wegen Platzmangels sogar einigen Interessierten absagen mussten“, berichtete Kornhardt. Die Anmeldungen kamen aus allen Bereichen der Bevölkerung – von ehren- oder hauptamtlich Engagierten über Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und Verbänden bis hin zu solchen, die sich künftig für Flüchtlinge einsetzen wollen und dafür ihre Ideen einbrachten.

Kornhardt: „Ziel dieses Workshops ist es, die Aktivitäten rund um die kommunale Flüchtlingsarbeit sowie des ehren- und des hauptamtlichen Engagements zu bündeln sowie die Zusammenarbeit zu verstetigen und zu verbessern.“

Bevor die Teilnehmer sich in fünf Arbeitsgruppen mit Fragen der Organisation der Ehrenamtlichen, der Vernetzung, der Willkommenskultur, der Bildungsarbeit und der Integration beschäftigten und diesbezüglich neue Strategien entwickelten, gab die Göttinger Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck einen Überblick über die aktuelle Flüchtlingssituation. Nach 354 Flüchtlingen und Asylbewerbern im gesamten Vorjahr seien es aktuell in diesem Jahr schon 448. „Bis zum Ende des Jahres werden wir weitere 930 Flüchtlinge zugewiesen bekommen, so dass es für das Jahr 2015 insgesamt 1400 sein werden“, so Schlapeit-Beck. „Vom Innenministerium wurde für das kommende Jahr bereits eine Verdoppelung auf 2800 Flüchtlinge angekündigt.“ Weil es sich bei den Flüchtlingen überwiegend um junge Männer handele (derzeit seien in Göttingern 515 Männer und 317 Frauen und Kinder untergebracht), sei der Nachzug der Familien ein großes Zukunftsthema.

Derzeit stünden in fünf Unterkünften (darunter auch das neue Wohnheim auf den Zietenterrassen) insgesamt 360 Plätze zur Verfügung, von denen aktuell 285 belegt seien, sagte Schlapeit-Beck. Neben dem ehemaligen IWF-Gebäude, das demnächst bezogen werde, sei man auf der Suche nach weiteren Standorten für neue Wohnheime: „Um die 930 Flüchtlinge unterbringen zu können, die noch in diesem Jahr zu uns kommen, werden wir aber auch städtische Gebäude nutzen, Büro- und Gewerbegebäude anmieten und herrichten und eventuell sogar Sporthallen für eine Notfallunterbringung nutzen müssen.

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