Historiker Norman Lippert ist wieder Alexanderpreisträger

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Preisträger und Jury-Mitglieder der Alexander-Stiftung: Elena Schrader (Jurymitglied, Faktor-Magazin), Wolfgang Just (Jury), Jürgen Gückel (Preisträger), Jürgen Höltken (Kuratorium der Stiftung), Norman Lippert (Preisträger), Jens Wortmann (Kuratoriumsvorsitzender) Michael Caspar (Preisträger) und Achim Block (Kuratorium).

Göttingen. Ein Historiker und zwei Journalisten haben am Sonnabend den Göttinger Alexanderpreis 2016 erhalten. Der erste Preis ging an den Vorjahressieger Norman Lippert und wurde am Samstag im Deutschen Theater überreicht.

Der Geschichtswissenschaftler wurde für seinen im Göttinger Regionalmagazin Faktor veröffentlichten Beitrag über die Bedeutung der Göttinger Sternwarte für die Zeitmessung im 18. Jahrhundert ausgezeichnet: „Vom Anbeginn der Zeit – Als die Uhren in Göttingen noch anders tickten“. Bis zum 1. April 1893 war die Stadt ihrer Zeit voraus – die Uhren tickten hier anders.

Der zweite Preis ging an den Journalisten Jürgen Gückel für seine Texte der Serie „Wald mit Stammbaum“, erschienen im Göttinger Tageblatt im Winter 2015. In seiner Serie geht Gückel der Forstwirtschaft in der Region und ihrer geschichtlichen Ursprünge nach und stellt Familienbetriebe und Forstgenossenschaften mit ihren Traditionen und Bedeutungen vor.

Mit dem dritten Preis belohnt wurde Michael Caspar, ebenfalls vom Göttinger Tageblatt. Er schrieb über den „Vibrationsfreien Motor mit dröhnendem Auspuff“ – dahinter steckt die Motorrad-Produktion in Duderstadt vor 40 Jahren von Hendrik van Veen.

„Alle Preisträger wurden in ihren Texten den Vorgaben von Wolfgang Alexander in besonderer Weise gerecht“, sagte Kuratoriumsvorsitzende Jens Wortmann. „Fast vergessene und bisher übersehene Themen waren ein Markenzeichen in den Göttinger Monatsblättern, die Wolfgang Alexander betreut hatte. Und diese Themen sind es auch, die wir nach unseren Statuten auszeichnen möchten.“

Die Stiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 1989 etwa 60.000 Euro an Preisgeldern zur Verfügung gestellt, um die journalistische Behandlung der Göttinger Lokalgeschichte mit dem Alexanderpreis auszuzeichnen.

Den Festvortrag hielt der Chefredakteur und Geschäftsführer des Göttinger Tageblatts Dr. Uwe Graells.

In seiner Ansprache erinnerte Kuratoriumsvorsitzender Jens Wortmann an die im Dezember verstorbene Dr. Ilsemarie Leaver, die maßgeblich die Stiftung über viele Jahre aufgebaut und geprägt hatte.

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