Vermehrt ältere Patienten wegen Austrocknung eingeliefert

Hitzewarnung für den Landkreis Göttingen: Hitze bereits in Klinik spürbar

Die Hitze war bis Dienstag im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende leicht spürbar. Foto: Archiv/Kopietz

Göttingen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Stadt und Landkreis Göttingen wegen der extremen Wetterlage eine Hitzewarnung herausgegeben.

Gemeint sind damit Temperaturen von über 32 Grad an zwei aufeinanderfolgenden Tagen und nur geringer nächtliche Abkühlung, heißt es vom Wetterdienst. Und die extreme Hitze der vergangenen Tage war jetzt bereits in einer Göttinger Klinik deutlich spürbar.

Vermehrt ältere Patienten mit Verdacht auf Austrocknung

„Die aktuelle Wärmeperiode machte sich bis Dienstag im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende bereits bemerkbar“, erklärt Stefan Rampfel, Sprecher des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende. Es seien vermehrt ältere Patienten, die mit Verdacht auf Austrocknung, fachlich „Exsikkose“, eingeliefert wurden, erklärt er.

Damit wird die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers bezeichnet. Sie ist die Folge einer Dehydratation. „Generell haben ältere Menschen weniger Durst und trinken dadurch weniger, was dann zu einer Dehydration führen kann“, sagt er.

Pflegepersonal ist gefragt

Auch das Pflegepersonal müsse bei den Temperaturen besonders darauf achten, dass die Patienten genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. „Oft ist aber eine Infusion mit einer Kochsalzlösung notwendig, die intravenös verabreicht wird“, erklärt Rampfel.

Um die Patienten vor den hohen Temperaturen und insbesondere auch den UV-Strahlen zu schützen, seien die Beschattungsanlagen am Krankenhaus hilfreich, sagt Rampfel. Mit diesen Anlagen seien alle Patientenzimmer des Evangelischen Krankenhauses, die in Richtung Süden zeigen, ausgestattet. Sie fahren je nach Wetterlage selbstständig aus und wieder ein. Zentral werden der Lichteinfall, die Windstärke und die Regenintensität gemessen.

Stefan Weller, Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen, sagt, dass von der aktuellen Wetterlage derzeit noch „nichts signifikant“ zu spüren sei. Das sei aber in der ersten wirklich heißen Woche des Jahres meist so. „Der Schub komme aber in den nächsten Tagen.“

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