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Hitzewelle: Das sollte bei der momentanen Hitze beachtet werden

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Von: Bernd Schlegel

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Göttingen. Die Hitze wird derzeit zum Problem. Professor Dr. Gerhard A. Müller, Nierenexperte der Universitätsmedizin Göttingen, rät zu besonderer Vorsicht.

Die Hitzewelle, vor der auch der Landkreis warnt, mit Spitzentemperaturen von mehr als 30 Grad Celsius hat Südniedersachsen erreicht. Viele Menschen freuen sich über den Sommer. Aber: Bei extremen Temperaturen steigt die Sterberate spürbar.

Welches besondere Problem gibt es bei Hitze?

„Ein Hauptproblem ist das Trinkverhalten. Wichtig ist eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit“, sagt Professor Dr. Gerhard A. Müller. Er ist Direktor der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Er macht deutlich: In der Hitze müssen die Nieren deutlich mehr arbeiten als sonst. Sie konzentrieren den Harn, um Flüssigkeit zurückzuhalten, die unter anderem durch das Schwitzen verloren geht.

Für welche Personen bestehende besondere Gefahren?

Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie die Kinder, vor allem Kleinkinder. Sie können ihren Flüssigkeits- und Salzhaushalt oft nicht richtig kontrollieren. Ältere Menschen müssen immer wieder angehalten werden zu trinken.

Wer muss jetzt noch besonders aufpassen?

Gefährdet sind auch Menschen mit einer eingeschränkten Nierenfunktion – zum Beispiel wegen Diabetes oder wegen eines hohen Blutdrucks. Es kann zu bedrohlichen Zuständen, bis hin zum Bewusstseinsverlust oder Tod, kommen.

Wieviel Flüssigkeit soll getrunken werden?

Die Trinkmenge sollte zwischen zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag liegen. Im Allgemeinen sollten etwa 30 bis 40 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht zugeführt werden. Für eine 70 Kilogramm schwere Person sind das etwa zwei bis 2,8 Liter. Wer viel Obst oder Suppe isst, sollte die Trinkmenge entsprechend anpassen. Patienten mit Herz- oder Nierenerkrankungen fragen am besten ihren Arzt.

Welche Getränke sind eigentlich während der Hitze erlaubt?

Generell sollten alkoholhaltige Getränke gemieden werden. Erlaubt: Trinkwasser, vor allem Leitungswasser, ungesüßter Tee, Kaffee aber auch milchhaltige Getränke sowie Fruchtsäfte. Mineralwasser ist ebenfalls zulässig, denn durch das vermehrte Schwitzen gehen auch Salze verloren, die für den Kreislauf ganz wichtig sind.

Wie kann man sich selbst schützen?

Sportliche Aktivitäten und schwere Arbeiten in der Hitze am besten meiden. Im Freien sollte eine Kopfbedeckung getragen und die Haut mit Sonnenschutzcreme ausreichend eingecremt werden. Die pralle Sonne sollte gemieden werden. Kinder sollten sich nicht in der prallen Sonne aufhalten oder spielen. Auf keinen Fall sollte man ohne vorherige Dusche ins kalte Wasserbad springen. Am besten schattige Plätze aufsuchen, den Ventilator benutzen, um Luftströme zu erzeugen.

Welche Symptome treten auf? Wie kann man die Gefährdung erkennen?

Oft klagen die Betroffenen über Unwohlsein, Brechreize, Kopfschmerzen, Verwirrtheit bis hin zu psychotischen Reaktionen sowie über Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Anzeichen dafür sind häufig auch eine ausgeprägte Trockenheit des Mundes sowie zäher Speichel.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt. 

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