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Sensoren melden Hochwasser im Sandweg in Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Der Sandweg im Göttinger Süden muss wegen Hochwassers, wie auf diesem Archivbild zu sehen, immer wieder gesperrt werden. Künftig melden Sensoren entlang der Flüthe automatisch erhöhte Pegelstände.
Der Sandweg im Göttinger Süden muss wegen Hochwassers, wie auf diesem Archivbild zu sehen, immer wieder gesperrt werden. Künftig melden Sensoren entlang der Flüthe automatisch erhöhte Pegelstände. © Stefan Rampfel

Hochwasser: Deshalb muss der Sandweg in Göttingen immer wieder gesperrt werden. Künftig werden Autofahrer automatisch gewarnt.

Göttingen – Der Sandweg zwischen dem Rosdorfer Weg und der Göttinger Südstadt am Kiessee ist eine wichtige Verkehrsachse für Pendler aus dem Göttinger Umland. Allerdings ist die Straße oft wegen Hochwassers gesperrt. Künftig wird dies von Sensoren gemeldet.

Viele Verkehrsteilnehmer fragen sich bei Starkregen, ob die Verbindungsstraße noch befahrbar, denn die Flüthe überschwemmt durch erhöhte Pegelstände regelmäßig die Verbindungsroute im Göttinger Süden.

Mit dem Projekt „Ist der Sandweg noch frei?“ will die „Smart City Göttingen“, ein Kooperationsprojekt der Stadt und der GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen, nun Abhilfe schaffen.

Durch Veröffentlichung der aktuellen Pegelstände der Flüthe und der voraussichtlichen Entwicklungen sollen mögliche Überschwemmungen bereits frühzeitig erkannt werden.

Im Falle einer Sperrung des Sandwegs soll diese wichtige Info auch auf den digitalen Anzeigen des neuen Verkehrsleitsystems an den Haupteinfallstraßen sichtbar sein. Um eine dafür benötigte Datengrundlage zu schaffen, werden entlang der Flüthe Sensoren installiert, die unter anderem den Pegelstand des Gewässers genau registrieren.

Die batteriebetriebenen Sensoren versenden über ein Kommunikationssystem der Stadtwerke Göttingen, einem eigens für das „Internet der Dinge“ entwickelten Netzwerk, die in Echtzeit gemessenen Daten. „Wir werden mit der öffentlichen Plattform in den nächsten Wochen online gehen, beginnen aber bereits jetzt damit, die notwendigen Daten zu sammeln“, sagt Annika Henze-Sakowsky, Projektleiterin Smart City bei der Stadt Göttingen. „Ob der Sandweg noch frei ist oder nicht, ist vor allem in den sozialen Medien ein häufiges Thema. Wir haben das direkt als Projekttitel aufgegriffen und wollen mit unseren Daten zukünftig die nötigen Informationen dazu liefern“, macht Henze-Sakowsky deutlich.

Die Flüthe ist ein Gewässer, dessen Pegel fast ausschließlich über das Flüthewehr südlich des Kiessees gesteuert wird. Bei großen Wassermengen in der Leine dient die Flüthe als wichtige Entlastung. Zusätzlich besteht eine Ausgleichseinrichtung zwischen Flüthe und Kiessee. Dadurch wird die Gefahr von Hochwasser im weiteren Verlauf der Leine verringert. (Bernd Schlegel)

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