Einsatzkräfte sind zurückgekehrt

Hochwassereinsatz: Göttinger Kreisfeuerwehr pumpte 500 Gebäude leer

Einsatz in Leverkusen: Die Aktiven der Kreisfeuerwehrbereitschaft Göttingen pumpten unter anderem mehr als 500 Gebäude leer.
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Einsatz in Leverkusen: Die Aktiven der Kreisfeuerwehrbereitschaft Göttingen pumpten unter anderem mehr als 500 Gebäude leer.

Die Kreisfeuerwehr Göttingen freut sich über eine gute Bilanz beim Hochwassereinsatz in Nordrhein-Westfalen. Bei dem 48-Stunden-Einsatz wurde Wasser aus mehr als 500 Gebäuden gepumpt.

Göttingen/Leverkusen – Einsatzschwerpunkt der Aktiven aus dem Landkreis Göttingen war Leverkusen nördlich von Köln. Es mussten überflutete Gebäude leer gepumpt, Gebäude evakuiert und Häuser, die von der Energieversorgung angeschnitten waren, kontrolliert werden. Zusätzlich wurde die Feuerwehr Leverkusen, die von Beginn der Katastrophe im Einsatz war, entlastet. Die Kreisfeuerwehr Göttingen übernahm für 24 Stunden die Aufgaben der örtlichen Feuerwehr. Drei Einsatzkräfte erlitten leichte Verletzungen, konnten aber durch eigene Sanitäter versorgt werden.

Der Konvoi mit 37 Fahrzeugen traf in mehreren Gruppen am Montag wieder an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Katzenstein ein. Die Einsatzkräfte wurden dort von Kreisrätin Marlies Dornieden, Dezernentin für Bevölkerungsschutz beim Landkreis Göttingen, und Verantwortlichen der Kreisverwaltung begrüßt.

„Es war ein anstrengender, mit Blick auf das Ziel aber ein gelungener Einsatz“, sagte Kreisbrandmeister Volker Keilholz. Insgesamt 521 Einsatzstellen wurden abgearbeitet. „Das Ausmaß der Zerstörung im Hochwassergebiet ist erschreckend, und das belastet uns auch. Aber wir hatten eine Aufgabe zu erfüllen und mussten das ausblenden“, sagte Keilholz

Die Menschen vor Ort seien den Einsatzkräften mit großer Dankbarkeit begegnet und hätten sie mit Essen und Getränken versorgt. Deshalb sei die Stimmung trotz der Belastung konzentriert und gut gewesen, zog er Bilanz.

„Anhand der Lagemeldungen und Gespräche konnte ich kontinuierlich verfolgen, dass der Einsatz konsequent geführt und die Aufgaben professionell abgearbeitet wurden. Ausbildungsstand, körperliche Verfassung und Ausstattung der eingesetzten Kräfte sind gut“, sagte Kreisrätin Dornieden.

Ausdrücklich dankte sie den Arbeitgebern der Feuerwehrleute aus der Region, die deren ehrenamtlichen Einsatz ausdrücklich unterstützten. Jetzt es wichtig, dass die Einsatzbereitschaft möglichst schnell wieder hergestellt wird.

„Der Brand- und Katastrophenschutz im Kreisgebiet war zu jeder Zeit gewährleistet. Auch für weitere Hilfeersuchen anderer Landkreise stehen wir grundsätzlich bereit“, ergänzte Dornieden.

Im Hochwassergebiet war die Kreisfeuerwehrbereitschaft III unter der Leitung von Kreisbrandmeister Volker Keilholz, Abschnittsleiter Christian Wille und Bereitschaftsführer Thomas Domeyer im Einsatz. (Bernd Schlegel)

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