Hochwassermedaille: Viel Lob für die Helfer vom THW

Überwältigend: Die 95 THW-Geehrten und einige der Ehrengäste nach dem Festakt in der Weender Festhalle. Foto: Eriksen

Göttingen. Die anwesenden 95 Aktiven des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem Bereich Göttingen, waren sichtlich stolz, als sie in der Weender Festhalle die Hochwassermedaille des Bundes für ihren Einsatz beim Elbe-Hochwasser im Frühjahr 2013 erhielten.

„Das bedeutet mir viel, es ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung“, sagte einer der ehrenamtlichen Helfer.

Die stellvertretende Landrätin Marianne Stietenroth stellte fest: „Auf das THW ist Verlass.“ Weendes Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph betonte den Wortteil Hilfe im Namen des THW: „Technik ist wichtig, aber vor allem geht es um Menschen, die helfen.“ 99 Prozent der THW-Kräfte sind Ehrenamtliche.

Zwei Bundestagsmitglieder assistierten dem THW-Landesbeauftragten Ralph Dunger und der Göttinger THW-Geschäftsführerin Dagmar Thomitzek bei der Übergabe der schmucken Urkunden und der Medaillen. Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) versprach, dass die Politik sich weiter für die Belange des THW einsetzen wolle. Wie bei den Feuerwehren, die ebenso wie die Polizei bei der Feierstunde hochrangig vertreten war, wird die Ausstattung des THW aus Steuermitteln des Bundes finanziert. Fritz Güntzler (CDU) hob hervor, dass die THW-Mitglieder ohne regelmäßige Schulungen und Übungen nicht helfen könnten. Da werde viel Freizeit investiert.

Landesbeauftragter Dunger äußerte Stolz darüber, dass das THW den Vorschlag gemacht hatte, den Deich bei Fischbek in Sachsen-Anhalt zu sprengen. „Dadurch waren die Schäden im weiteren Elbe-Verlauf geringer als befürchtet.“ Der Landesbeauftragte warb um Verständnis, dass nicht alle angeforderten Kräfte eingesetzt wurden. „Ich weiß, es ist frustrierend, im Hinterland untätig herumzusitzen. Aber im Katastrophenfall muss man einfach auch schnell einsetzbare Reserven vorhalten.“

Spontanhelfer einbinden

Ein Problem sieht Dunger in den Spontanhelfern, die sich vor allem über die sozialen Netzwerke verabreden. „Es ist schön, wenn die Bevölkerung helfen will. Aber es ist schlecht, wenn diese Menschen sich nicht führen lassen und ohne Sachkenntnisse Maßnahmen ergreifen, die wieder beseitigt werden müssen, bevor die professionelle Hilfe umgesetzt werden kann.“ Nach Ansicht von Dunger müsse hier die örtliche Polizei ordnend tätig werden. Außerdem müsse das THW selbst in den sozialen Medien aktiver werden, damit die Führung besser informiert sei und steuernd eingreifen könne.

Mehrere Ortsverbände

Die Medaillenträger kommen aus den Ortsverbänden Bad Lauterberg, Clausthal-Zellerfeld, Einbeck, Gieboldehausen, Göttingen, Goslar, Hann. Münden, Northeim und Osterode. Die Ortsverbände sind spezialisiert, beispielsweise auf Wassergefahren, Räumen, Sprengen, Ortung oder Beleuchtung. (zäl)

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