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Höchstspannungsleitung kommt bei Göttingen unter die Erde

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Von: Bernd Schlegel

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Baustart an der Autobahn 7 im Bereich der Anschlussstelle Göttingen: Zwischen Hetjershausen bis Olenhusen kommt die 380 000-Volt-Leitung in die Erde.
Baustart an der Autobahn 7 im Bereich der Anschlussstelle Göttingen: Zwischen Hetjershausen bis Olenhusen kommt die 380.000-Volt-Leitung in die Erde. © Bernd Schlegel

Auf einem speziellen Abschnitt der künftigen 380 000-Volt-Höchstspannungsleitung zwischen Wahle bei Peine und Mecklar bei Bad Hersfeld haben bei Göttingen die Bauarbeiten begonnen. Zwischen Hetjershausen und Olenhusen wird die Leitung auf einer Länge 5,5 Kilometer als Erdkabel verlegt – Bauzeit zwei Jahre.

Göttingen – Die Bauvorbereitungen starteten bereits vor einiger Zeit. Nun beginnt der Tiefbau mit der Verlegung der Leerrohre im offenen Kabelgraben, durch die später die Erdkabel gezogen werden. Die Arbeiten erfolgen auf einer Breite von etwa 50 Metern. Infrastruktureinrichtungen und Gewässer werden dabei „unterbohrt“, so der Netzbetreiber Tennet, der für das Projekt verantwortlich ist.

Ein Erdkabel-Infozentrum begleitet den Erdkabelbau mit Dialogveranstaltungen und Baustellenführungen für angemeldete Gruppen.

Tennet freut sich über die große Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten. Zum Beispiel haben auf Initiative der Bürgerinitiative Gegenwind und der örtlichen Politik Tennet und der Wegeverband die Baustellenzufahrten umstrukturiert, um die Anwohner in Hetjershausen und Groß Ellershausen vom Schwerlastverkehr durch Baustellenfahrzeuge zu entlasten. Beim Netzbetreiber trägt der Kabelabschnitt den Namen „Baulos C6“. Dabei steht das „C“ für den Leitungsabschnitt vom Umspannwerk Hardegsen bis zur hessischen Landesgrenze. Für eine bessere Baulogistik ist der Abschnitt in einzelne Bereiche, die Baulose, eingeteilt. Während der zweijährigen Bauzeit werden auf dem 5,5 Kilometer langen Abschnitt 66 Kilometer Kabel in zwölf parallelen Leerrohren verlegt. Auf jedem Kilometer werden die Kabelenden in großen Muffengruben verbunden, Start- und Endpunkt der Kabelstrecke sind sogenannte „Kabelübergangsanlagen“, die die Erdkabel mit der Freileitung verbinden.

Die Höchstspannungsleitung, die 2024 komplett in Betrieb gehen soll, ist 230 Kilometer lang und erhöht die Übertragungskapazität für Windenergie auf der Nord-Süd-Achse. Auf der Strecke werden das Umspannwerk Lamspringe, das erweiterte Umspannwerk in Hardegsen sowie das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen bei Kreiensen eingebunden.

Weitere Informationen gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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