Hohe Auszeichnung für Göttinger Hörforscher Tobias Moser

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Wird Max Planck Fellow: Professor Dr. Tobias Moser.

Göttingen. Eine weitere hohe Auszeichnung erhielt der Göttinger Hörforscher Tobias Moser. Er wurde zum „Max Planck Fellow“ berufen.

Der Göttinger Professor, der an der Universitätsmedizin arbeitet, erhält mit dieser Auszeichnung Geld und Ausstattung für eine zusätzliche Arbeitsgruppe. Er wird an den beiden Göttinger Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie und für Experimentelle Medizin tätig sein.

„Tobias Moser hat seit Jahren mit Wissenschaftlern unserer Institute intensiv und erfolgreich zusammengearbeitet. Wir freuen uns sehr, dass wir ihm mit der Berufung optimale Bedingungen bieten können, diese Kooperationen weiter auszubauen“, sagt Herbert Jäckle, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Institutes für biophysikalische Chemie, über den erfolgreichen Brückenschlag zwischen Uni-Medizin und den Max-Planck-Instituten. Moser ist aus Sicht von Jäckle als Integrationsfigur und Organisator für den Neuro-Campus Göttingen nicht mehr wegzudenken.

„Moser verbindet am Göttingen Campus seit Jahren Grundlagenforschung erfolgreich mit klinischer Praxis“, lobt Klaus-Armin Nave, Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin.

Die ersten Fellows wurden 2005 von der Max-Planck-Gesellschaft ernannt. Damit wird seither die Zusammenarbeit zwischen den Instituten und den Universitäten verstärkt. Max Planck Fellows erhalten den Status von Gastwissenschaftlern.

In seiner Arbeit untersucht Moser die Grundlagen des Hörens. Sein Hauptinteresse gilt dabei den Haarsinneszellen im Innenohr, die jeder Mensch ab einem gewissen Alter teilweise verliert.

Leibniz-Preisträger

Moser (Jahrgang 1968) studierte Medizin in Leipzig sowie Jena/Erfurt. Seit 2007 hat er einen eigenen Lehrstuhl für Auditorische Neurowissenschaften an der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Universitätsmedizin und leitet dort das Audiologische Zentrum und das Innenohr-Labor. Seit 2015 ist er zudem Direktor des neuen Göttinger Instituts für Auditorische Neurowissenschaften. Für seine Arbeiten hat der Mediziner zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den renommierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis.

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