Niedersächsischer Wissenschaftspreis

Hohe Ehrungen für Göttinger Forscher Priesemann und Rußmann

Sie wurden mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet:  Dr. Viola Priesemann und Prof. Dr. Christoph Rußmann.
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Sie wurden mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet: Dr. Viola Priesemann und Prof. Dr. Christoph Rußmann.

Erfolg für zwei Göttinger Wissenschaftler: Dr. Viola Priesemann und Prof. Christoph Rußmann erhielten den Wissenschaftspreis des Landes.

Göttingen/Hannover – Priesemann und Rußmann von Minister Björn Thümler (CDU) in Hannover ausgezeichnet. Er würdigte damit ihre hervorragenden Leistungen in Forschung, Transfer und Lehre. Der Preis ist mit insgesamt 109 000 Euro dotiert.

Als Wissenschaftler an einer Fachhochschule wurde Prof. Dr. Christoph Rußmann von der Göttinger Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Gesundheit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert.

Er ist seit 2016 Professor für Photonik und Medizintechnik. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der medizinischen Bildgebung, Lasermedizin und in der Anwendung von mobile Health sowie Künstlicher-Intelligenz- und Big-Data-basierten Ansätzen in der Medizintechnik und im Gesundheitswesen. Ziel seiner Forschung ist die Überwindung regulatorischer Innovationshürden, um den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in dringend benötigte Medizinprodukte, so auch zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, zu ermöglichen.

Als Studiendekan und Dekan Gesundheit der HAWK ist er federführend am Aufbau der Organisations- und Infrastruktur am Gesundheitscampus Göttingen beteiligt. Im Bereich Studium und Lehre ist Rußmann mit Formen der Wissens- und Kompetenzvermittlung erfolgreich, wie es heißt. So hat er Studiengänge mit einem Alleinstellungsmerkmal konzipiert. Sie bieten eine berufsgruppenübergreifende akademische Sozialisation, die auf die Zusammenarbeit im Beruf vorbereitet. Dabei werden den Studierenden die modernen Werkzeuge zur Produktentwicklung über Fallstudien und Projektarbeiten vermittelt – unter Einbeziehung von Akteuren der Medizintechnikindustrie

Als Wissenschaftlerin, die in einer frühen Karrierephase an der Universität tätig war, wurde Dr. Viola Priesemann ausgezeichnet. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert. Sie leitet seit 2017 die Forschungsgruppe „Theorie Neuronaler Systeme“ am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) und am Institut für Dynamik komplexer Systeme der Uni Göttingen. Preiesemann erforscht mit ihrem Team auf theoretischer Ebene Ausbreitungsdynamiken in komplexen Systemen sowie die Informationsverarbeitung in lebenden und künstlichen neuronalen Netzen. Sie ist Mitglied des Exzellenzclusters Multiscale Bioimaging (MBExC) und des Göttingen Campus-Instituts für Data Science sowie des Elisabeth-Schiemann-Kollegs der Max-Planck-Gesellschaft.

Seit Beginn der Corona-Pandemie widmet sie sich intensiv der Erforschung der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland und Europa und entwickelt Strategien zur Eindämmung. Sie berechnet Szenarien, wie sich die Ausbreitung des Virus beschleunigt oder abschwächt.

Viola Priesemann ist so zu einer gefragten Expertin geworden: Sie berät auch die Bundesregierung und hat mit den Modellen zur Pandemieentwicklung die Grundlage für politische Entscheidungen gelegt. Zudem trägt sie zur seriösen Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesellschaft auch über Medienpräsenz bei. Zusätzlich zu ihrer Forschungstätigkeit engagiert sie sich in Lehraktivitäten, betreut Studierende, Master- und Promotionsarbeiten.

Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade erhielt den mit 25 000 Euro dotierten Preis als Wissenschaftler an einer niedersächsischen Universität. Er ist Professor für Verfahrenstechnik und leitet seit 2005 das Institut für Partikeltechnik an der TU Braunschweig.

Der mit 25 000 Euro dotierten Wissenschaftspreis in der Kategorie „Lehre“ ging Prof. Dr. Raphael Thöne von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH). Er ist seit Oktober 2020 Juniorprofessor für „Musiktheorie, Arrangement und Orchestration“ an der Hochschule.

Preisträger: Prof. Dr. Christoph Rußmann.
Preisträgerin: Dr. Viola Priesemann.

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