Sonntagsspaziergänge in Göttinger Kunstsammlung

Holzschnitte in Göttingen zeigen den tragischen Ritter Don Quijote

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Holzschnitt: Don Quijote von Alfred Pohl (2006).

Göttingen. Die Abenteuer des tragisch-komischen Ritters Don Quijote sind Thema der neuen Ausstellung in der Göttinger Kunstsammlung anlässlich des 90. Geburtstages von Alfred Pohl.

Im Rahmen der Sonntagsspaziergänge sind 15 Farbholzschnitte des Göttinger Künstlers bis zum 10. Februar 2019 zu sehen.

Den Don Quijote-Zyklus schuf Pohl zwischen 1991 und 1993 in der Technik der verlorenen Platte, eines Mehrfarbdrucks. Die Darstellungen gehen auf den 1605 und 1615 erschienenen Roman „El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes zurück. Er entwarf die Figur des Ritters von der traurigen Gestalt. Die Holzschnitte spiegeln den im Roman geschilderten Gegensatz von Don Quijote und seinem Begleiter Sancho Pansa wieder.

Der in Essen geborene Alfred Pohl war nach seiner künstlerischen und pädagogischen Ausbildung in Trier, Lüneburg und Hannover ab 1957 als Lehrer tätig. In den 1960er-Jahren übernahm er eine Assistenz für Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Göttingen. Es folgte ein Auslandsaufenthalt am Colegio Alexander von Humboldt in Lima und die Mitgliedschaft an der Misión Pedagógica am kolumbianischen Erziehungsministerium.

Südamerikanische Motive

Seit 1974 lebt Pohl in Göttingen und arbeitete bis zur Pensionierung als Kunsterzieher. Vor allem durch seine Farbholzschnitte mit südamerikanischen Motiven erlangte der Künstler überregionale Bekanntheit. Neben seinen Holzschnitten schuf er Farbradierungen, Aquarellen und Zeichnungen. Die Don-Quijote-Ausstellung in der Kunstsammlung (Weender Landstraße 2) ist sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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