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25 Jahre stationäre und ambulante Hospizversorgung in Göttingen

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Von: Thomas Kopietz

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Neues Domizil seit 2017: Das Hospiz an der Lutter ist an der Humboldtallee 10 in Göttingen beheimatet. Dort gibt es auch zehn Einzelzimmer, eine Kapelle und einen schönen Garten.
Neues Domizil seit 2017: Das Hospiz an der Lutter ist an der Humboldtallee 10 in Göttingen beheimatet. Dort gibt es auch zehn Einzelzimmer, eine Kapelle und einen schönen Garten. © Thomas Kopietz

Seit 25 Jahren gibt es stationäre und ambulante Hospizversorgung in Göttingen. Ein Fest würdigt das Doppeljubiläum mit Gottesdienst, Musik und Erzählcafé.

Göttingen – „25 Jahre Hand in Hand – gemeinsam weitergehen“ – unter diesem Motto begeht das Hospiz an der Lutter in diesem Jahr sein Doppeljubiläum. Seit 25 Jahren gibt es das Stationäre Hospiz in Göttingen. Das Ambulante Hospiz begleitet sogar schon seit 30 Jahren schwererkrankte und sterbende Menschen, um ihnen ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen.

Mehr als 30 Festangestellte und 100 Ehrenamtliche übernehmen die Begleitung zu Hause, in Pflegeheimen, Krankenhäusern und im Stationären Hospiz. Für dieses Jahr hat das Hospiz auch ein Jubiläumsprogramm geplant. Zum Auftakt des Jubiläums wird es am Samstag (18.06.2022) um 11 Uhr einen Dankgottesdienst in der St. Paulus-Kirche geben.

Jubiläum in Göttingen – 25 Jahre stationäre und ambulante Hospizversorgung

Außerdem gibt es zwei Benefizkonzerte im Alten Rathaus. Am Sonnabend, 25. Juni, um 20 Uhr spielt Bernd Nawothnig mit der Band Swing Club Cats feat. Hanna Carlson. Gemeinsam mit der Jazzsängerin Hanna Carlson werden die Musiker um Bernd Nawothnig an diesem Abend Swing spielen.

Benny Goodmann, Count Basie, Duke Ellington, Glenn Mitte und Ella Fitzgerald sind nur einige, die diesen Musikstil geprägt haben. Die Swing Club Cats feat. Hanna Carlson stehen ganz in der Tradition dieser Musik und Kompositionen dieser Zeit.

In der Besetzung mit Vibraphon und Gesang, Gitarre und Kontrabass ist Swingfieber garantiert. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten des Hospizes an der Lutter wird gebeten.

Göttinger Hospizarbeit fing vor 30 Jahren in Weende an

Angefangen hat die Göttinger Hospizarbeit vor 30 Jahren in Weende. Im Evangelischen Krankenhaus waren die Verhältnisse mit den heutigen nicht zu vergleichen. Sechsbettzimmer waren die Regel.

Patienten, für die es keine Heilung mehr gab, wurden mit ihrem Bett ins Schwesternzimmer, auf den Flur oder ins Bad geschoben, um ein bisschen Privatsphäre zu schaffen, aber auch, weil Begleitung von Sterbenden in Krankenhäusern nicht vorgesehen war. Ein würdevolles Sterben war unter diesen Bedingungen nicht möglich.

Damals fassten die Krankenschwester Maria Ankermann und Klinikseelsorger Pastor Paul Gerhardt Langenbruch einen Entschluss: Diese Situation muss sich ändern.

Hospizarbeit in Göttingen bis heute auf Spenden angewiesen

Sie gründeten 1992 zunächst das Ambulante Hospiz. Fünf Jahre später, am 2. April 1997, eröffnete mit der Aufnahme des ersten Gastes das Stationäre Hospiz. Die Hospizidee war damals in Göttingen etwas völlig Neues. Um die Arbeit zu finanzieren, mussten Spenden gesammelt werden, und vor allem musste der Hospizgedanke in die Öffentlichkeit getragen werden.

Seit Ende 2017 ist das Hospiz an der Lutter am neuen Standort an der Humboldtallee 10 beheimatet. In zehn Einzelzimmern werden die Gäste betreut und wie in Weende gibt es auch dort einen wunderschönen Garten, schon immer der Stolz der „Hospizianer“..

Auf Spenden ist das Hospiz heute immer noch angewiesen. Etwa 300.000 Euro an Spenden braucht das Hospiz an der Lutter in jedem Jahr, denn Kranken- und Pflegekassen können die hospizliche Versorgung nicht vollständig finanzieren. Inzwischen hat sich die Einrichtung in Göttingen etabliert und erfährt aus der Bürgerschaft viel Wertschätzung – und Unterstützung.

Doppeljubiläum des Hospiz Göttingen: Gottesdienst, Musik und Erzählcafé

Für Freitag, 23. September, steht ein Konzert mit dem Dransfelder Chor Chornetto Spezial auf dem Programm, ebenfalls um 20 Uhr im Alten Rathaus. Der Eintritt ist für beide Konzerte frei, um eine Spende zugunsten der Hospizarbeit wird gebeten (Spendenkonto: Sparkasse Göttingen IBAN DE10 2605 0001 0044 3007 70).

Das Hospizteam geht zudem auf Pilgerschafft. Und ein Erzählcafé zur Hospizgeschichte findet in Zusammenarbeit mit der Freien Altenarbeit Göttingen am Welthospiztag, Sonnabend, 8. Oktober, um 15 Uhr im Hospiz statt. (Thomas Kopietz)

Bei einer Spendenaktion brachten Schokohasen 6000 Euro fürs Kinder- und Jugendhospiz ein. Eine Göttinger Kanzlei spendet je 10.000 Euro für Hospiz und Palliativzentrum.

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