Engagement für Schwerkranke

Hospizbetreuung für Kinder zu Hause sucht Ehrenamtliche

Engagieren sich für schwerstkranke Kinder und deren Familien: Für den Kinder- und Jugendhospizdienst Göttingen (AKHD) arbeiten auch - von links: Ralf Stolte, Eva Martin, Annette Adam, Sabine Hamm, Petra Gerbode, Kerstin Mollenhauer und Martina Weig.
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Engagieren sich für schwerstkranke Kinder und deren Familien: Für den Kinder- und Jugendhospizdienst Göttingen (AKHD) arbeiten auch - von links: Ralf Stolte, Eva Martin, Annette Adam, Sabine Hamm, Petra Gerbode, Kerstin Mollenhauer und Martina Weig.

Seit mehr als zehn Jahren begleitet der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Göttingen (AKHD) Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung sowie ihre Familien zu Hause.

Göttingen – Jetzt stößt diese so wichtige Betreuung an Grenzen weil Mitarbeiter fehlen. Der Dienst sucht dringend Ehrenamtliche, um diese kostenfreie Angebot für Familien aufrechterhalten zu können.

Die Arbeit nämlich beschränkt sich räumlich nicht nur auf Göttingen, wondern auf Familien, die in einem Umkreis von etwa 50 Kilometern um Göttingen leben.

Ansprechpartnerin ist seit März Kerstin Mollenhauer, die als neue Koordinationsfachkraft für die Begleitung der Familien durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dient. Die Krankenschwester und Pflegemanagerin hat vorher bei einem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst in Göttingen gearbeitet.

Kerstin Mollenhauer hat bereits festgestellt, dass die Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Göttingen nicht so bekannt ist, wie es der Fall sein könnte. „Nicht selten gibt es erstaunte Nachfragen über das Tätigkeitsfeld, des AKHD Göttingen“, schildert Mollenhauer.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des AKHD begleiten die Familien zu Hause. Anders als bei stationären Hospizen erfolgt die Entlastung im Alltag und das häufig über Jahre hinweg. „Dabei steht nicht nur das erkrankte Kind im Mittelpunkt, auch mit den Geschwistern wird etwas unternommen“, schildert Mollenhauer. Die Termine würden von den Kindern häufig sehnlichst erwartet und sie teilten dabei auch ihre Wünsche mit. Die Möglichkeiten in einer Begleitung sind vielfältig, ob das Treffen draußen stattfindet oder per Videochat als Hausaufgabenhilfe.

Wichtig in der Pandemie: Die Ehrenamtliche sind hygienisch geschult und die aktuellen Regelungen und Kontaktbeschränkungen werden strikt beachtet, versichert Kerstin Mollenhauer.

Aber der Personalanzug ist knapp: In Göttingen sind aktuell neun Ehrenamtliche aktiv dabei und könnten Verstärkung dringend gebrauchen, auch, weil der Bedarf steigt. „Es ist ein großartiges, sehr enggiertes Team“ beschreibt Mollenhauer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Eine Mitarbeiterin begleitet schon seit über zehn Jahren Familien“. Der AKHD sucht also weitere Ehrenamtliche für die Betreuungen in der Stadt Göttingen und im Umland. Neueinsteiger werden natürlich für die Begleitungen geschult und ausgebildet. Der nächste Kurs beginnt am 5. Mai und dauert bis 30. September. (Thomas Kopietz)

Infos/Anmeldung: AKHD Göttingen, Kerstin Mollenhauer, Danziger Straße 19 , 37083 Göttingen, Tel. 0551/209 703 23; goettingen@deutscher-kinderhospizverein.de

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