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Hubschraubermodelle fliegen bei Göttingen: 25 Hobbypiloten genießen Aussicht

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Von: Stefan Rampfel

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Ein großer Modellhubschrauber: Thorsten Krol hatte seinen großen Hughes 500-Nachbau nach Elliehausen mitgebracht.
Ein großer Modellhubschrauber: Thorsten Krol hatte seinen großen Hughes 500-Nachbau nach Elliehausen mitgebracht. © Stefan Rampfel

Hobbypiloten kommen gern mit ihren Hubschraubermodellen nach Elliehausen bei Göttingen – so auch am Pfingstwochenende.

Elliehausen – Nach zwei Jahren Corona-Pause fand am Pfingstwochenende wieder das Helikoptertreffen auf dem Modellflugplatz oberhalb des Göttinger Stadtteils Elliehausen statt. Eingeladen hatte der MSV Condor. Neben den reinen Sportgeräten standen vor allem die Nachbauten echter Hubschrauber im Mittelpunkt. Detailtreue steht hier im Vordergrund.

25 Piloten aus ganz Deutschland waren gekommen, um ihre Modelle vor der Kulisse der Universitätsstadt zu fliegen. „An diesem Wochenende konnten alle Piloten frei fliegen, es gab keinen Wettbewerb“, erzählt Andreas Bleyer vom MSV Condor. Er hatte nicht nur seine Hughes 500 und eine BO 105 mitgebracht, sondern auch sein neuestes Modell, eine Bell 222, auch bekannt als Airwolf aus der gleichnamigen Fernsehserie.

„Mein Airwolf hat einen Maßstab von 1:7“, erzählt Bleyer. Mechanik und Elektronik musste der Modellbauer kaufen, aber alle Oberflächenteile habe er selbst hergestellt. „Für den Bau habe ich zwei bis drei Winter gebraucht, die Kosten lagen bei rund 5000 Euro“, sagt Bleyer. Das Besondere: Er kann beim Airwolf die Maschinengewehre ausfahren und Geräusche simulieren. Die Akkus für den Elektromotor sind mit 50 Volt voll geladen, mindestens zehn Minuten könne er damit fliegen. „Nach sieben Minuten lande ich aber wieder, denn die anderen Piloten wollen ja auch noch fliegen“ so Bleyer. Alleine am Samstag waren 150 bis 200 Zuschauer auf das Flugfeld oberhalb von Elliehausen gekommen, der Eintritt war frei. Ein weiterer Pilot war Thorsten Krol, der als Gast vom Eichsfelder Modellbauclub nach Göttingen gekommen ist. Er hat seinen großen Hughes 500-Nachbau mitgebracht, ein kompletter Eigenbau im Maßstab 1:2,8, wie er sagt. „Zwei bis drei Jahre habe ich für den Umbau gebraucht, die Kosten liegen bei 8000 Euro“, so Krol.

Nicht ohne Stolz erklärt er, dass sein Modell das größte in Deutschland ist, das mit einem sogenannten 6S-Akku betrieben wird, also mit einer geringen Zellenzahl und nur 25 Volt.

„Der Vorteil ist, dass das Gesamtgewicht des Helis durch den kleineren Akku bei nur 23 Kilogramm liegt“, erklärt Krol. Modelle mit über 25 Kilogramm benötigen eine Lizenz vom Luftfahrtbundesamt, zudem sind viele Modellflugplätze nur für Modelle bis 25 Kilogramm zugelassen.

Neben der großen Hughes 500 hat Thorsten Krol in seinem Keller noch weitere 13 Modellhubschrauber, darunter eine Cobra AH-1, eine Mil Mi-2, einen Jet Ranger und eine Agusta AW10. Um das große Hughes-Modell in sein Auto zu verladen, montiert Krol den Rotor, die Kufen, die Waffensysteme und das gesamte obere Teil ab. „Das Abrüsten und Verladen dauert dann rund eine halbe Stunde.“ (Stefan Rampfel)

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