Verfassungsrechtler Hirschl

Humboldt-Professur: Spitzen-Forscher kann in Göttingen arbeiten

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Spitzenforscher: Die Humboldt-Stiftung fördert die Arbeit von Prof. Dr. Ran Hirschl in Göttingen.

Göttingen. Mit Prof. Dr. Ran Hirschl forscht ein international renommierter Verfassungsrechtler in Göttingen. Die Humboldt-Stiftung fördert den Aufenthalt mit 3,5 Millionen Euro.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) verlieh dem Wissenschaftler, der bereits seit Herbst vergangenen Jahres in Göttingen arbeitet, am Dienstag offiziell die Humboldt-Professur. „Die Preisträger gehören in den von ihnen vertretenen Disziplinen zur Crème de la Crème“, sagte Helmut Schwarz, Präsident der Humboldt-Stiftung. Die Preisträger wurden von deutschen Universitäten nominiert.

In Göttingen soll Hirschl helfen, den Standort zu einem Zentrum für Studien zur „Interaktion zwischen Rechtsvergleichung, verfassungsrechtlicher Gestaltung und vergleichender Politik“ zu entwickeln. Dabei soll er auch intensiv mit dem Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften zusammenarbeiten.

Ran Hirschl gilt als einer der weltweit führenden Vertreter einer sozialwissenschaftlich ausgerichtetetn Rechtsforschung. Seit 1999 betreibt er hierzu Forschungen an der University of Toronto in Kanada, seit 2006 hat er dort einen Lehrstuhl inne. Hirschl kam1963 in Israel zur Welt, hat Politikwissenschaften an der Universität Tel Aviv und in Yale (USA) studiert. 1999 wurde er an Yale University promoviert. 

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung mehr 2000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 28 000 Wissenschaftler aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen sind 54 Nobelpreisträger.

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