Harald A. Helfgott ist führender Mathematiker

Humboldt-Professur: Spitzen-Forscher kommt nach Göttingen

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Humboldt-Professur geht nach Göttingen: (von links) Göttingens Uni-Vizepräsident Norbert Lossau , Professor Dr. Harald Andrés Helfgott , Wissenschaftsministerin Johanna Wanka sowie Helmut Schwarz, Präsident der Humboldt-Stiftung.

Göttingen/Berlin. Die Förderung über eine Humboldt-Professur macht es möglich: Die Universität Göttingen bekommt mit Harald Andrés Helfgott einen Mathematiker der Extraklasse.

Der 1977 in Peru geborene Wissenschaftler, der die Auszeichnung in dieser Woche in Berlin erhielt, forschte seit 2010 am Centre national de la recherche scientifique in Paris. Dort ist er seit Oktober 2014 als „Directeur de Recherche“ Forschungsprofessor. An der Universität Göttingen soll künftig als Humboldt-Professor den Forschungsschwerpunkt Algebraische Geometrie und Zahlentheorie verstärken – und Göttingen von einem international anerkannten zu einem weltweit führenden Standort auf diesem Gebiet ausbauen.

„Professor Helfgott ist einer der weltweit führenden Mathematiker in der analytischen Zahlentheorie und in der Gruppentheorie“, freut sich Prof. Dr. Jörg Brüdern, Direktor des Mathematischen Instituts über seinen neuen Kollegen.

Die Auszeichnung mit der Humboldt-Professur ist mit dreieinhalb Millionen Euro dotiert. Nach seinem Studium an der Brandeis University in den Vereinigten Staaten wurde Helfgott 2003 an der Princeton University promoviert. Danach war er als Postdoc an der Yale University (USA) und als Lecturer an der Université de Montréal, Kanada, tätig. Nach einer Station an der University of Bristol in Großbritannien wechselte der Mathematiker 2010 nach Paris. Der Wissenschaftler ist Mitglied der American Mathematical Society sowie der Société mathématique de France. In Peru ist er Honorarprofessor an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos.

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26 000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 51 Nobelpreisträger. Weitere Informationen gibt es im Internet. (bsc)

www.avh.de

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