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Hunderte demonstrieren in Göttingen gegen Rassismus und das Vergessen

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Von: Melanie Zimmermann

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Ein Demozug auf der Kreuzung des Weender Tors in Göttingen. Im Hintergrund das Auditorium.
Gegen Rassismus und zur Erinnerung an die Opfer des Attentats in Hanau: Rund 630 Menschen nahmen an dem Demonstrationszug teil. © Hubert Jelinek

„Rassismus tötet“ - Das war nur eine der Botschaften, mit der hunderte Menschen am Samstag (19.02.2022) durch die Göttinger Innenstadt zogen. Am Gänseliesel trafen die Demonstranten auf Kritiker der aktuellen Corona-Maßnahmen.

Es war der zweite Jahrestag des rassistischen Attentats im hessischen Hanau (Main-Kinzig-Kreis), als ein damals 43-jähriger Mann insgesamt neun Menschen wegen ihrer Herkunft tötete. Anschließend erschoss er auch noch seine Mutter und sich.

Ein Demozug in Göttingen, einige der Teilnehmer halten Plakate hoch, auf denen die Namen der neun getöteten Menschen aus Hanau stehen.
Einige der Demonstranten hatten auch Plakate mit den Namen der neun Hanauer Opfer dabei und erinnerten damit an die Getöteten. © Hubert Jelinek

Ein Demozug mit rund 630 Menschen war am Samstagnachmittag auf Göttingens Straßen unterwegs, um den Opfern des rassistischen Attentats zu gedenken - und gegen Rassismus zu demonstrieren.

Die Teilnehmer sammelten sich vor dem Auditorium am Weender Tor in Göttingen und zogen anschließend von dort durch die Stadt zum Gänseliesel, wo die Demo endete.

Demonstranten treffen auf Kritiker der aktuellen Corona-Maßnahmen

Dort fand ab 17 Uhr wiederum eine angezeigte Versammlung unter dem Motto „Das gemeinsame Zusammenleben in Zeiten der Spaltung und Hetze“, statt. Die laut Polizei rund 70 Teilnehmer der Kundgebung wurden während ihrer Versammlung von lautstarkem Gegenprotest begleitet: Rund 170 Menschen der Hanau-Demo bildeten spontan einen Gegenprotest.

Die Polizei musste nach eigenen Angaben teilweise durch Abdrängen den Zugang zur Versammlung der Maßnahmen-Gegner freihalten. Gegen 18.15 Uhr endete diese.

Drei Maßnahmen-Kritiker wurden von der Polizei von der Versammlung ausgeschlossen, sie trugen keine vorgeschriebene FFP2-Maske. Gegen sie wurde Anzeige erstattet. (Melanie Zimmermann)

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