Planungen im Ministerium

ICE: Trittin sorgt sich um Ein-Stunden-Takt von Göttingen nach Berlin

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Gleis 9 in Göttingen: Hier fahren in der Regel jede Stunde ICE-Züge Richtung Berlin ab. Offenbar gibt es Pläne, dies in einigen Jahren zu ändern.

Göttingen/Kassel. Göttingens Bundestagsabgeordneter Jürgen Trittin (Grüne) fordert den dauerhaften Erhalt der stündlichen ICE-Verbindung von Göttingen und Kassel nach Berlin.

„Mit Besorgnis habe ich das Papier des Verkehrsministeriums über den Zielfahrplan 2030 zur Kenntnis genommen. Dieser sieht vor, dass die ICE-Linie Berlin - Wolfsburg - Braunschweig - Hildesheim - Göttingen - Frankfurt und dann weiter Richtung Süddeutschland, nur noch im Zwei-Stunden-Takt, statt wie bisher stündlich fährt“, berichtet Trittin. Der Plan ist schon im Internet einsehbar. Der Kern des Entwurfs: Jeder zweite Zug, der bislang über Göttingen fährt, könnte in einigen Jahren über Erfurt geführt werden.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wird der Berlin-Verkehr in Göttingen ohnehin umgestellt: Dann werden viele der Züge, die aus der Bundeshauptstadt kommen, in Frankfurt am Main enden. Hintergrund ist die Eröffnung der ICE-Strecke durch den Thüringer Wald.

Mit Blick auf die Uni-Stadt sagt Trittin: „Der ICE-Halt ist für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Göttingen von zentraler Bedeutung. Jede Einschränkung der ICE-Halte in Göttingen hätte negative Folgen für Göttingen und die Region.“

Jürgen Trittin

Für die Verbindung der nordhessischen und südniedersächsischen Region mit der Region Braunschweig/Wolfsburg, als Industriestandort, wie auch mit der Hauptstadt Berlin stellt der ICE-Halt aus Sicht von Trittin ein wichtiges Bindeglied dar.

Trittin: „Darüber hinaus macht der stündliche Takt einen Großteil der Attraktivität dieser Verbindung aus, wie mir immer wieder in Gesprächen mit Vertretern aus Wissenschaft und Forschung und Wirtschaftsunternehmen mitgeteilt wird.“

Trittin hat sich deshalb mit einem persönlichem Brief an Bahnchef Richard Lutz und Verkehrsminister Alexander Dobrindt gewandt: „Eine einstündige Taktung muss erhalten, wenn nicht sogar ausgebaut werden“, sagt Trittin.

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