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Idee von drei Ratsfraktionen: Lokhallen-Anbau statt teure Stadthallen-Sanierung?

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Die Lokhalle in Göttingen: CDU, Grüne und FDP im Göttinger Rat sprechen sich für einen Anbau aus.

Göttingen – Die Planungen für die Sanierung der Stadthalle in Göttingen liegen auf Eis: Jetzt bringen drei Ratsfraktionen eine Erweiterung der Lokhalle ins Gespräch.

CDU, Grüne und FDP im Stadtrat wollen einen Erweiterungsbau mit Konzerthalle an der Lokhalle prüfen lassen. Mit dem Vorstoß sollen sich Bau- und der Kulturausschuss bereits am 25. April befassen. Für das Projekt soll die städtische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), die die Lokhalle betreibt, mit dem Berliner Büro „Anderhalten Architekten“ Kontakt aufnehmen.

Kapazität 1400 Plätze

Es soll geprüft werden, ob die 2012 fertiggestellten Planungen des Berliner Büros zum Erweiterungsbau mit Konzerthalle, Foyer und Untergeschoss wieder aufgenommen werden können. Insbesondere soll überprüft werden, ob die damaligen Planungen mit einer Kapazität von 1100 Plätzen auf 1400 Plätze erweitert werden können.

Mindestanforderungen

Außerdem müsste der Anbau die Mindestanforderungen für eine Konzertbühne (16 Meter Breite, zwölf Meter Tiefe und neun Meter Höhe) einschließlich weiterer technischer Rahmenbedingungen erfüllen.

Kostenberechnungen

Die GWG soll zudem die damals mit knapp 18 Millionen Euro veranschlagten Baukosten auf heutiges Niveau hochrechnen – inklusive der gewünschten baulichen Veränderungen samt zeitlichen Ablauf für die Planungs- und Bauphase. Zudem soll ein Bericht zur Bodenkontaminierung des Baugrunds westlich der Lokhalle erstellt werden.

Siegerentwurf

„Der Siegerentwurf des Berliner Büros zur Erweiterung der Lokhalle aus dem Jahr 2012 ließe sich mit einem Folgeauftrag zur bisherigen Planung zu einer vollwertigen Konzerthalle an der Lokhalle ausbauen“, heißt es zur Begründung für den Antrag.

Finanzielle Vorteile

Dies wäre aus Sicht der drei Fraktionen finanziell als auch planerisch gut und vor allem zeitnah zu realisieren, da bereits erhebliche Vorleistungen erbracht worden seien, heißt es in dem von den Fraktionsvorsitzenden Olaf Feuerstein (CDU), Rolf Becker (Grüne) und Felicitas Oldenburg (FDP) unterzeichneten Antrag.

GWG als Partner

„Die GWG hat sich zudem bei Bauprojekten als verlässlicher Partner und Generalplaner in Fragen der Planungs- und Bauzeit sowie der verlässlichen Kalkulation von Baukosten bewiesen. Sie sollte nicht zuletzt auch als künftiger Betreiber die weitere Planung federführend übernehmen“, schreiben die drei Fraktionschefs zur Begründung.

Beratungsbedarf

Ende März hatten Bau- und Kulturausschuss gemeinsam den Stopp der bisherigen Planungen für die Stadthalle durchgesetzt. Begründung: Alle Fraktionen sahen Beratungsbedarf. Der ursprüngliche Kostenrahmen konnte nicht eingehalten werden.

GSO für Stadthalle

Unterdessen spricht sich das Göttinger Symphonie Orchester klar für die Sanierung der Stadthalle aus.

Die Stadthalle in Göttingen: Bau- und Kulturausschuss hatten einen Stopp der Sanierungsplanungen durchgesetzt.

Wesentliche Anforderungen für einen zukunftsfähigen Konzertbetrieb seien dort hervorragend umgesetzt. „Die Saalakustik wird durch verstellbare Deckenelemente und Klangsegel sowie durch Reflektoren an den Saalwänden deutlich verbessert werden. Ein mobiles „Orchesterzimmer“ wird für ein gutes Klangerlebnis sorgen“, heißt es auf der Homepage des Orchesters.

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