Publikumswahl

Der Igel ist das Gartentier des Jahres der Heinz Sielmann Stiftung

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Gartentier des Jahres 2020: Braunbrust-Igel in der Igelhilfestation in Radebeul.

Mit 37,75 Prozent aller Stimmen gewinnt der Braunbrust-Igel die Publikumswahl der Heinz Sielman Stiftung und ist somit das Gartentier des Jahres.

Die Stiftung rief zum zehnten Mal zur Wahl auf. Zwischen dem 17. April und 1. Juni haben 7819 Naturfreunde bei der Abstimmung mitgemacht – ein neuer Teilnehmerrekord, wie die Stiftung mitteilte. Den zweiten Platz belegte mit 23,07 Prozent der Stimmen die Gehörnte Mauerbiene, dicht gefolgt vom Gartenrotschwanz mit 17,23 Prozent.

Mit der Aktion möchte die Heinz Sielmann Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt hinweisen. So gehe auch die Zahl der Igel stark zurück. Sie leiden besonders unter dem Insektensterben und der Zerstörung der Lebensräume. Auch intensivere Landwirtschaft und der Klimawandel machen dem Tier zu schaffen.

Auch im Garten lauern Gefahren für den Igel: Mähroboter, Laubbläser und Motorsensen lassen die Zahl verletzter Igel in Auffangstationen in den vergangenen Jahren stark zunehmen. Die Tiere benötigen schmuddelige Ecken im Garten, um sich dort ein Nest bauen zu können. Viel Rasen können die Igel zudem zweifach nutzen – als Nahrung sowie als Versteckmöglichkeit.

„Jeder Gartenfreund kann selbst etwas für das Gartentier des Jahres tun“, sagt Nora Künkler, Biologin bei der Heinz Sielmann Stiftung. Mit einer naturnahen Gestaltung könnten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

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