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IHK will bessere Flächenvermarktung in Südniedersachsen

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Von: Bernd Schlegel

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Jahresempfang in der Göttinger Lokhalle: Die Industrie- und Handelskammer fordert, dass die Landkreise Göttingen und Northeim Gewerbeflächen gemeinsam anbieten
Jahresempfang in der Göttinger Lokhalle: Die Industrie- und Handelskammer fordert, dass die Landkreise Göttingen und Northeim Gewerbeflächen gemeinsam anbieten © Hubert Jelinek

Bei der Vermarktung von Gewerbeflächen sollen die Landkreise Göttingen und Northeim eng zusammenarbeiten. Das fordert die Industrie- und Handelskammer (IHK).

Göttingen/Northeim – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Südniedersachsen fordert, dass die Landkreise Göttingen und Northeim gemeinsam Gewerbeflächen vermarkten. Das wurde bei Jahresauftaktempfang des Wirtschaftsverbandes in der Göttinger Lokhalle deutlich.

Dabei sei es ganz wichtig, dass auch möglichst viele Städte und Gemeinden in den Landkreisen eingebunden werden, sagte IHK-Vizepräsidentin Birgitt Witter-Wirsam. Sie machte deutlich: „Wir müssen hier die Region als Ganzes sehen und nicht in Kirchturmdenken verharren.“ Ausdrücklich begrüßte sie, dass sich die Landkreise Göttingen und Northeim auf den Weg machen, ein gemeinsames Gewerbeflächen-Entwicklungskonzept zu erarbeiten. Dabei dankte sie Göttingens Landrat Marcel Riethig und Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (beide SPD) für ihr gemeinsames Engagement bei dem Konzept. „Für eine starke Region ist es unwichtig, ob ein Arbeitsplatz in Staufenberg oder in Bad Gandersheim entsteht. Wichtig ist, wir halten und binden die Arbeitskräfte an unsere Region“, unterstrich Witter-Wirsam.

Zentrale Rolle liegt bei der Südniedersachsen-Stiftung

Um dieses „Wir-Gefühl“ zu schaffen, hat aus Sicht der IHK-Vizepräsidentin die Südniedersachsen-Stiftung eine zentrale Rolle. „Das erfordert nicht nur, dass wir in unserem alltäglichen Handeln die Stiftung mitdenken und unsere gemeinsamen Themen propagieren, sondern auch, dass wir uns für eine regional-gemeinschaftlich getragene Grundfinanzierung verantwortlich fühlen“, sagte die Unternehmerin.

Und weiter: Es dürfe nicht riskiert werden, dass die mühsam über die Jahre aufgebauten Kompetenzen und Strukturen in der Stiftung wieder abhandenkommen, weil keine ausreichende Finanzierung bereitgestellt werde.

Birgitt Witter-Wirsam, IHK-Vizepräsidentin
Birgitt Witter-Wirsam, IHK-Vizepräsidentin © Hubert Jelinek

Gleichzeitig lobte Witter-Wirsam das Potenzial der Region Südniedersachsen. „Unsere Voraussetzungen mit dem Oberzentrum und Wissenschaftsstandort Göttingen, der Nord-Süd-Infrastrukturachse auf der Schiene und der Straße sowie die Wohn- und Lebensqualität in unserer Region sind ideal.“

Thema Bürokratieabbau

Der IHK-Vizepräsidentin liegt zudem der Bürokratieabbau am Herzen: „Wir brauchen endlich statt einer ,Das-geht-nicht-weil-Gesellschaft’ eine ,Wir-machen-das-Gesellschaft’ – unter dem Motto ,einfach mal machen, könnt’ ja gut werden’“, sagte Witter-Wirsam.

IHK-Präsident Gerhard Oppermann wies auf die Energie-Krise und die durch den Krieg in der Ukraine steigenden Preise für Energie hin. „Wir müssen unsere Energieversorgung dezentraler gestalten“, sagte Oppermann zu den anwesenden Unternehmern.

Mehr erneuerbare Energien

„Mehr Strom von jedem Dach, aus Wind- und Wasserkraft. Im Privathaushalt und im Unternehmen. Aber dafür brauchen wir auch entsprechende Netze. Hier besteht großer Nachholbedarf“, machte Oppermann bei seiner Ansprache in der Lokhalle deutlich. Außerdem fordert er mehr Strom aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft sowie Fotovoltaik ein. (Bernd Schlegel)

Industrie- und Handelskammer vertritt 180.000 Unternehmen

Die IHK Hannover ist die Industrie- und Handelskammer für die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover sowie für die Landkreise Northeim, Göttingen Diepholz, Nienburg, Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Hildesheim und Holzminden.

Der IHK gehören laut Online-Lexikon Wikipedia etwa 180.000 Mitgliedsunternehmen an – vom Mini-Betrieb bis zum Großunternehmen. An der Spitze steht seit Februar 2020 Präsident Gerhard Oppermann. Selbständige Unternehmer müssen in der Regel Mitglied der IHL sein. Etwa 2500 Beschäftigte und Chefs von Mitgliedsunternehmen engagieren sich jedes Jahr zudem als Prüfer für die Auszubildenden. Weitere Infos gibt es hier. (bsc)

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