Ehrung für das Ehrenamt

IHK zeichnet 17 regionale Prüfer für langjähriges Engagement aus 

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Auszeichnung für langjähriges Engagement: Einige der ehrenamtlichen Prüfer präsentieren ihre Ehrenurkunde. Hinten, von rechts Martin Rudolph, Leiter IHK-Geschäftsstelle Göttingen, und Martin Hoff, Vizepräsident der IHK Hannover.

Göttingen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover hat 17 ehrenamtliche Prüfer für ihr jahrzehntelanges Engagement in den Prüfungsausschüssen ausgezeichnet.

Geehrt wurden Andreas Dix, Udo Fuchs, Frank Gärtke, Gabriele Golly, Peter Hentze, Karl-Rainer Köneke, Saida Liebert, Ulrich Napp, Hubertus Reich, Wolf-Dieter Scherbaum, Paul-Gerhard Schubert, Richard Schulze, Matthias Seidel, Stefan Staender und Rüdiger Wehner mit der Silbernen Ehrennadel für mindestens 25-jährige Prüfertätigkeit.

Seit über 40 Jahre sind Horst Helmer und Theo Kaib aktiv. Sie wurden sogar mit der Goldenen Ehrennadel der IHK Hannover ausgezeichnet.

Ohne die vielfältige ehrenamtliche Arbeit von Unternehmern, Ausbildern in den Betrieben und Berufsschullehrern könne die Industrie- und Handelskammer die ihr gesetzlich übertragenen Aufgaben in der beruflichen Bildung nicht erfüllen, betonte Martin Hoff, Vizepräsident der IHK Hannover, in seiner Laudatio hervor.

Die Arbeit der 537 Prüfer in den 146 aktiven Prüfungsausschüssen in den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode sei mit hohem persönlichem Aufwand verbunden.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Südniedersachsen sei, trotz des Bewerberrückgangs bei den IHK-Berufen, mit 1501 Verträgen in den Landkreisen Göttingen und Northeim gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben, sagte Hoff. Die Ausbildungssituation habe sich jedoch verändert. Während die Zahl der Ausbildungsplätze wachse, schrumpfe die Zahl der qualifizierten Bewerber.

Insbesondere im Einzelhandel, in der Gastronomie und in gewerblich-technischen Bereichen blieben zunehmend Ausbildungsplätze unbesetzt.

Die IHK unterstütze die Unternehmen bei deren Ausbildungsaktivitäten durch die seit 2015 groß angelegte Offensive für die duale Berufsausbildung. Auch das regionale Fachkräftebündnis Südniedersachsen unter dem Dach der SüdniedersachsenStiftung habe sich diesem Thema angenommen, freute sich Hoff.

Positiv bewertete der Vizepräsident zudem, dass die Unternehmen der Region die ankommenden Flüchtlinge als Chance für den Ausbildungsmarkt begriffen. Die IHK Hannover rechnet damit, dass in diesem Jahr etwa 250 Geflüchtete ihre Ausbildung abschließen, das entspräche einem Plus von über 40 Prozent.

Dennoch ist auch in Südniedersachsen noch viel zu tun, wie Hoff unterstreicht: „Der bisher schleichende Prozess sinkender Bewerberzahlen für die duale Berufsausbildung zeigt sich auch in diesem Jahr.“

Die Unternehmen der Region stellten sich dieser Herausforderung, indem sie ihr Arbeitgebermarketing verbesserten und noch stärker in die Aus- und Weiterbildung des eigenen Fachkräftenachwuchses investierten.

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