Illegale Saat sprießt: In Göttingen wächst  Hanf

Im April wurde er vermutlich ausgesät – jetzt sprießt der illegale Hanf: Auch an der Groner Landstraße wachsen die kleinen grünen Pflanzen, bei denen es sich laut Aussage einer Aktivistengruppe lediglich um Vogelfutterhanf handelt. Foto: Dittrich

Göttingen. Die autonomen Blumenkinder waren fleißig: Im April hatte die Aktionsgruppe dazu aufgerufen, Hanfsamen auf Göttinger Grünflächen auszusäen, jetzt sprießen die Pflanzen.

Die Grüne Jugend Göttingen unterstützt die Aktion durch einen Fotowettbewerb: Bei Twitter unter dem Begriff „#Potcitygoe“, und auf der Seite www.gj-goettingen.de

Mit der Hanfsaat protestieren die Aktivisten gegen die aktuelle Gesetzgebung, die den Besitz, Verkauf und Konsum von Cannabis, das ist der lateinische Name der Pflanze, als Rauschmittel unter Strafe stellt. Nach Aussage der Aktivisten handelt es sich bei den ausgesäten Pflanzen allerdings um Vogelfutterhanf, in dem der berauschende Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) nur in geringen Konzentrationen vorhanden ist.

„Wir erwarte von der Göttinger Polizei, dass sie tiefenentspannt auf die kreative Stadtbegrünung reagiert“, äußerte sich ein Mitglied der Grünen Jugend zu der Aktion. Das Ausreißen der Pflanzen gehöre nicht zum Aufgabenbereich der Polizei sondern wäre eine Verschwendung von Steuermitteln.

Von einigen Kilogramm Hanfsamen war bei dem Aufruf die Rede, inzwischen sind die Samen gekeimt. Auf einigen Grünflächen sind die feinen, dünnen Blätter zu sehen. (bdi)

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#Potcitygoe bei Twitter:

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