Immer mehr Verkehr auf der A7: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Die Autobahn 7 wird zwischen Kassel und Göttingen immer mehr zum Teil einer Ost-West-Achse. Folge: Der Verkehr nimmt ständig zu. Die wichtigsten Frane und Antworten.

Warum fahren immer mehr Lastwagen durch die Region?

Der Schwerverkehr sucht nach Alternativen zur chronisch überlasteten Autobahn 2 zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin/Osteuropa. Da ist die Route A44/A7/A38 über Kassel und das Dreieck Drammetal bei Göttingen eine echte Option. Und in diesem Abschnitt mischt sich dann der Ost-West- mit dem Nord-Süd-Verkehr.

Wie wirkt sich das auf die Verkehrsbelastung aus?

Im Bereich der Abfahrt Lutterberg waren 2014 täglich etwa 72 000 Fahrzeuge unterwegs, ein Plus von drei Prozent innerhalb von einem Jahr. Jedes fünfte Fahrzeug ist ein Lastwagen.

Wie stark sind Lastwagen an Unfällen beteiligt?

Lastwagen sind stark an den Unfällen auf den Autobahnen in Südniedersachsen beteiligt. So gab es im vergangenen Jahr 866 Unfälle auf den Autobahnen rund um Göttingen, in 306 Fällen mit Lkw-Beteiligung. Das sind 35 Prozent aller Unfälle, obwohl der Schwerverkehr nur 20 Prozent des Aufkommens insgesamt ausmacht. Außerdem waren bei mehr als 76 Prozent der Lkw-Unfälle die Lasterfahrer für die Unglücke verantwortlich.

Warum ist der Bereich so gefährlich?

Zum Abschnitt zwischen dem Dreieck Drammetal und Kassel gehört der Laubacher Berg, der mit acht Prozent Steigung beziehungsweise Gefälle zu den steilsten Autobahnteilstücken in Deutschland gehört. Deshalb gibt es dort eine Notfallspur, in die zu schnelle Lastwagen einbiegen können, bevor es zum Unfall kommt. Außerdem gibt es weitere Bereiche mit großem Gefälle beziehungsweise großer Steigung.

Gibt es eine stationäre Überwachung?

Ja, seit 1998 wird in Fahrtrichtung Norden mit einer stationären Blitzeranlage das Tempo-Limit auf der Gefällstrecke überwacht. Eine ähnliche Anlage soll im Dreieck Drammetal von der Überleitung von der Autobahn 38 zur A 7 Richtung Kassel eingerichtet werden.

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