Preise steigen weiter

Immobilienmarkt in Südniedersachsen: Eigenheim ist Anlageobjekt

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Stellten den Grundstücksmarktbericht vor: Ingo Gerloff (rechts) und Heino Hildebrand präsentierten das Zahlenwerk.

Göttingen – Das Eigenheim in Südniedersachsen ist weiterhin eine interessante Kapitalanlage. Fast überall steigt der Wert der Ein- und Zweifamilienhäuser.

Das geht aus dem neuen Marktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor, der seine Zahlen für die Landkreise Göttingen und Northeim vorlegte. So nahmen die Immobilien-Experten wieder exemplarisch ein Familienhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und der Grundstücksfläche von 800 Quadratmetern aus dem Jahr 1970 unter die Lupe. Praktisch überall gehen die Preise nach oben. Lediglich in der Uni-Stadt sank der Wert leicht. Ob dies ein einmaliger Ausreißer war, ist bislang noch unklar. Mit jetzt 205.000 Euro kostet das Beispielhaus in Landwehrhagen 2,5 Prozent mehr als 2017. Für 170.000 Euro (plus 3,0 Prozent) ist das Haus in Hemeln zu haben.

Hier die weiteren Werte auf einen Blick: Göttingen 450.000 Euro (minus 3,2 Prozent), Northeim 200.000 Euro (plus 5,3 Prozent) und Uslar 145.000 Euro (unverändert). Ganz am Ende der Skala liegt weiterhin Wieda im Harz. Dort ist der Preis aber vergleichsweise kräftig gestiegen – auf 90.000 Euro (plus 20 Prozent). Das Problem: „In den nachgefragten Bereichen gibt es nicht genügend Angebot“, macht Diplom-Ingenieur Ingo Gerloff, Vorsitzender des Gutachterausschusses, deutlich. Die Folge: In Göttingen können die Verkäufer die Preise für Immobilien weitgehend diktieren. Die Uni-Stadt zählt neben Hannover sowie Braunschweig und Osnabrück weiterhin zu den teuersten Städten in Niedersachsen.

Von 2010 bis 2017 steigen die Preise in Göttingen stark an. In den anderen Bereichen setzte der Aufschwung erst deutlich später ein. Gleichzeitig ist im neu entstandenen Landkreis Göttingen – vor allem im Harz – sowie in manchen Bereichen im Landkreis Northeim (zum Beispiel Greene) ein niedriges Preisniveau zu finden.

Notare müssen Vertragsabschlüsse melden

Für den aktuellen Grundstücksmarktbericht für die Landkreise Göttingen und Northeim wurden mehr als 4500 Kaufverträge aus dem Jahr 2018 ausgewertet. Die Notare aus Südniedersachsen müssen Vertragsabschlüsse an den Gutachterausschuss, der unter anderem Standorte in Göttingen und Northeim hat und beim Katasteramt angesiedelt ist, melden. In Südniedersachsen arbeiten inshesamt 20 hauptamtliche Mitarbeiter für den Ausschuss. Hinzu kommen 60 ehrenamtliche Gutachter.

Teures Bauland in der Uni-Stadt

Bauherren, die ein Grundstück kaufen wollen, müssen in Südniedersachsen insbesondere in der Universitätsstadt Göttingen tief in die Tasche greifen. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht für die Region hervor.

Hier die aktuellen Quadratmeterpreise für Bauland in guter Lage:

. Stadt Göttingen: 400 Euro (unverändert);

. Stadt Northeim: 170 Euro (unverändert);

. Stadt Hann. Münden: 88 Euro (minus 6,4 Prozent im Vergleich zu 2017);

. Landwehrhagen: 75 Euro (unverändert);

. Stadt Uslar: 70 Euro (plus 4,8 Prozent).

Weiterhin deutlich im Aufwind ist der Preis für Ackerland in Südniedersachsen: Wurden im Landkreis Göttingen 2017 noch 1,83 Euro ermittelt, so stieg dieser Wert im vergangenen auf 2,15 Euro. Ähnlich sieht es im Landkreis Northeim aus: Dort stieg der Quadratmeter-Preis im Vergleich zu 2017 von 2,08 Euro auf 2,48 Euro.

Auch Eigentumswohnungen wurden von den Immobilien-Experten unter die Lupe genommen: Die Quadratmeterpreise für Wohnungen, die nach 1985 gebaut wurden, sind im Vergleich eher gestiegen.

Weiterhin untersuchten die Experten den Geldumsatz bei den Immobiliengeschäften in Südniedersachsen: Er ist in Göttingen um 61 Prozent auf 585,5 Millionen Euro gestiegen. Im Altkreis Göttingen erhöhte sich der Umsatz um 43 Prozent auf 265,2 Millionen Euro. Im Landkreis Northeim zog der Umsatz um neun Prozent auf 164,5 Millionen Euro an.

Der Grundstücksmarktbericht ist gegen eine Gebühr von 90 Euro erhältlich. 

Weitere Infos gibt es hier.

Kontakt: Gutachterausschuss für Grundstückswerte, Danziger Straße 40, 37083 Göttingen, Tel. 0551/5074-301 oder Bahnhofstraße 15, 37154 Northeim, Tel. 05551/965-259.

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