Preise steigen weiter

Immobilienmarkt in Südniedersachsen: Eigenheim ist wertstabil

Wenke Beyerbach
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Wenke Beyerbach, Leiterin Gutachterausschuss

Die Immobilienpreise in Südniedersachsen kennen seit mehr als zehn Jahren praktisch nur eine Richtung in Südniedersachsen – nach oben. Das gilt vor allem für den Wert der Ein- und Zweifamilienhäuser.

Göttingen – Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor, der seine Zahlen für die Landkreise Göttingen und Northeim vorlegte. So nahmen die Immobilien-Experten unter der Leitung von Wenke Beyerbach exemplarisch ein Familienhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und der Grundstücksfläche von 800 Quadratmetern aus dem Jahr 1970 unter die Lupe. Praktisch überall steigen die Preise. Mit jetzt 240 000 Euro kostet das beschriebene Beispielhaus in Landwehrhagen satte 9,1 Prozent mehr als im Jahr 2019.

Hier weitere Werte auf einen Blick: Göttingen 530 000 Euro (plus 6,0 Prozent), Northeim 220 000 Euro (plus 9,1 Prozent) und Uslar 165 000 Euro (plus 5,2 Prozent). Jeweils etwa eine Viertelmillion Euro müssen für ein vergleichbares Haus in Nörten-Hardenberg, Hann. Münden, Reinhausen und Dransfeld bezahlt werden, hat die Untersuchung der Immobilienexperten ergeben.

Ganz am Ende der Preisskala liegen weiterhin zahlreiche Orte im Harz. Dort ist der Preis aber vergleichsweise kräftig gestiegen – auf gut 110 000 Euro (plus zehn Prozent).

Das Problem: In den nachgefragten Bereichen gibt es nicht genügend Angebot. Die Folge der Entwicklung, die seit Jahren anhält: In Göttingen und zum Beispiel im Kernort der Gemeinde Rosdorf können die Verkäufer die Preise für Immobilien weitgehend diktieren. Die Uni-Stadt zählt damit neben Hannover sowie Braunschweig und Osnabrück weiterhin zu den teuersten Städten im ganzen Land Niedersachsen.

Von 2010 bis 2020 stiegen die Preise vor allem in Göttingen und den Randbereichen des Oberzentrums stark an. In den anderen Bereichen setzte dieser Aufschwung allerdings erst deutlich später ein. Der Lockdown hatte keine Auswirkungen. Stattdessen wechselten mehr Immobilien den Besitzer. (Bernd Schlegel)

Marktbericht steht kostenfrei zur Verfügung

Der Grundstücksmarktbericht ist für viele Beschäftigte in der Immobilienbranche ein zentrales Werkzeug für Arbeit. Dadurch lassen sich Preise und Entwicklungen gut und transparent ablesen, da alle Kaufverträge in dem Bericht erfasst sind. Die Online-Variante kann erstmals kostenfrei im Internet abgerufen werden. Perspektivisch soll der Internetauftritt zu einem zentralen Portal für die amtliche Wertermittlung werden. Weitere Infos gibt es hier. (bsc)

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