Aktuelle Untersuchung

Immobilienpreise: Uni-Stadt Göttingen teurer als Hannover

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Blick auf die Göttinger Innenstadt: Die Immobilienpreise sind in die Höhe geschnellt und übertreffen inzwischen das Niveau der Landeshauptstadt Hannover. 

Göttingen. Wer sich für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung in Göttingen interessiert, muss im Vergleich mit dem Vorjahr fast ein Siebtel mehr auf den Tisch legen. Das Niveau liegt aktuell über dem der Landeshauptstadt Hannover.

Das hat eine Untersuchung des Online-Portals Immowelt ergeben. Dort wurden fast 80 deutsche Großstädte unter die Lupe genommen. Dafür wurden mehr als 300.000 Immobilien-Inserate in beiden Halbjahren ausgewertet.

Fazit des Immobilienportals: Göttingen gehört zu den absoluten Spitzenreitern beim Kaufpreis-Plus. Wurden in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres in Göttingen noch 2050 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verlangt, so sind es im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 2320 Euro – ein Plus von 13 Prozent. Mit dieser Summe liegt Göttingen auch im oberen Drittel der verglichenen Städte und bereits über dem Niveau der Landeshauptstadt Hannover, wo aktuell für den Quadratmeter 2280 Euro verlangt werden.

Kassel ist erschwinglicher

In den Nachbar-Großstädten ist der Wohnraum erschwinglicher zu bekommen: Kassel und Hildesheim liegen mit 2080 Euro beziehungsweise 1410 Euro pro Quadratmeter deutlich unter Göttinger Niveau.

Teuerstes Pflaster in Deutschland bleibt weiterhin München: Dort werden für den Quadratmeter 6470 Euro verlangt – ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders günstig ist der Wohnraum in Chemnitz mit 820 Euro je Quadratmeter.

Die Entwicklung zeigt aus Sicht der Immobilien-Experten des Online-Portals: Nachdem Deutschlands Metropolen und Top-Standorte in den vergangenen Jahren bereits stark zugelegt hatten, nehmen Immobilienkäufer jetzt verstärkt kleinere Großstädte in zweiter Reihe wie Göttingen ins Visier. Hauptgrund dafür dürften die extrem teuren Preise in den Top-Standorten sein.

Die Untersuchungen decken sich mit dem Marktbericht, den der Northeimer Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Frühjahr herausgegeben hatte. Die Experten des Landes Niedersachsen hatten festgestellt, dass der Verkaufspreis für ein durchschnittliches Eigenheim mit 160 Quadratmeter Wohnfläche in Göttingen innerhalb eines Jahres um fast elf Prozent auf inzwischen 420.000 Euro in die Höhe geschnellt war. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 2625 Euro.

Von Bernd Schlegel

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