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In der Funsporthalle des Göttinger Sportvereins SC Hainberg trainieren nun Rollis

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Von: Per Schröter

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Eröffnung der neuen Rolli-Base in der Funsporthalle des SC Hainberg.
Eröffnung Rolli-Base des SC Hainberg: Projektleiter Marco Schnyder (2.v.links) und sein Team eröffneten die Einrichtung in der Funsporthalle. © Per Schröter

Der Göttinger Sportverein SC Hainberg stellt eine neue Rollstuhl-Basis in seiner Funsporthalle vor. Training auch für Betroffene und Interessierte.

Göttingen - Lange haben Marco Schnyder und sein Team der Göttinger „Barriere-Scouts“ darauf hingearbeitet, nun war es endlich soweit: Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Wirtschaft wurde in der Funsporthalle des SC Hainberg die neue Rollstuhl-Basis eingeweiht.

„Ein Rollstuhl kommt selten mit Erklärungen, wie man ihn zu fahren hat“, sagte Marco Schnyder, der als Betroffener weiß, wovon er spricht. Aus diesem Grund hat er in Kooperation mit den Verantwortlichen des SC Hainberg – allen voran Lars Willmann, dem Gemeinwesenarbeiter auf den Zietenterrassen, an einem Konzept für die neue „Rolli-Base“ gearbeitet.

Funsporthalle des SC Hainberg bekommt eine neue Rollstuhl-Basis

Neben einem neu gestalteten Rollstuhl-Parcours mit Rampen und Hindernissen gehört dazu vor allem ein großer Pool verschiedenster Rollstühle, die alle gesponsert wurden und die vom Sportrolli über den Kinder-, Aktiv- und Leichtgewichtrolli bis zum Adaptivrollstuhl mit Zusatzantrieb reichen.

In der neuen Rollstuhl-Basis geht es nicht um Rollstuhlsport

Projektleiter Marco Schnyder

„In der neuen Rollstuhl-Basis geht es nicht um Rollstuhlsport“, betonte Marco Schnyder. Vielmehr könnten Menschen, die schon im Rollstuhl sitzen oder gerade erst auf dem Weg dahin sind, in der Rolli-Base unterschiedliche Modelle ausprobieren.

Bundestagsabgeordneter Andreas Philippi testet die neue Rolle-Base im Rollstuhl.
Neue Rolli-Base in der Funsporthalle: Die Gäste konnten zeigen, was sie können: Im HIntergrund zu sehen ist Bundestagsabgeordneter Andreas Philippi. © Per Schröter

Aber sie können auch auf dem Parcours das Fahren und das Überwinden von Hindernissen lernen, von anderen Betroffenen Tipps und Tricks erhalten oder einfach nur Kontakte knüpfen und sich mit anderen austauschen.

„Ich danke dem SC Hainberg, dass er uns Rollifahrer mit offenen Armen empfangen hat“, betonte Schnyder. Ein Dank, der von Seiten des Vereins postwendend zurückkam. „Wir freuen uns wahnsinnig, dass du uns mit deinem Engagement, deinem Enthusiasmus und deiner Freundlichkeit so sehr bereicherst“, sagte der stellvertretende SC-Vorsitzende André Pfitzner an Schnyder gerichtet.

SPD-Bundestagsabgeordneter Andreas Philippi setzt sich in den Rollstuhl

„Das ist ein Projekt, das für uns als Stadt extrem wertvoll ist“, lobte Bürgermeister Tom Wedrins und dankte sowohl Marco Schnyder als auch dem SC Hainberg für die Kooperation. Geismars Ortsbürgermeister Uwe Löding sprach von einem „tollen Projekt“, wo man sowohl wertvolle Hilfe erhalten als auch Spaß haben kann.

Göttingens Bundestagsabgeordneter Andreas Philippi lobte das Projekt als eine „großartigen Aktion aller Beteiligten“. Philippi setzte sich schließlich auch sofort begeistert in den Rolli und zeigte dabei sein im Berufsleben als Mediziner angeeignetes Können.

Gefördert wird das Projekt der Hainberger „Barriere Scouts“, die auf Anfrage auch Einrichtungen besuchen und als „Experten in eigener Sache“ Tipps und Ideen geben, wie diese Orte barrierefreier gemacht werden können, von der „Aktion Mensch“.

Kontakt/Infos: Telefonisch unter 0551/63 41 65 55 oder per Email unter rollitraining@sc-hainberg.de

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