Göttinger Investor hat Gebäude gekauft

Programmkino in der ehemaligen Baptistenkirche rückt näher

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Bei der Vertragsunterzeichnung für das Großprojekt an der Bürgerstraße: (von links) Danica Münch (Filmkunstfreunde), Gerhard Rocznik (Investor), Erna Klein (Filmkunstfreunde), Felicitas Fumfél (Stadt Göttingen) sowie Matthias Sonnenburg (Filmkunstfreunde). 

Göttingen. 30 Jahre stand sie leer, doch in Zukunft sollen Filmfreunde in den alten Gemäuern auf ihre Kosten kommen. Nach jahrelangen Verhandlungen hat sich ein Investor gefunden. 

Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. „Damit wurde dem Auftrag des Rates entsprochen, diese Immobilie für das Projekt der Filmkunstfreude zur Einrichtung eines Programmkinos zur Verfügung zu stellen“, heißt es aus dem Rathaus. Als Investor tritt Unternehmer Gerhard Rocznik auf.

Der Verwaltungsausschuss hatte den Verkauf bereits im September vergangenen Jahres beschlossen. Dem Votum waren jahrelange Verhandlungen mit mehreren Investoren vorausgegangen, die das Gebäude für die Filmkunstfreunde sanieren wollten. Insgesamt stand die ehemalige Bapistenkirche seit etwa 30 Jahre leer. 

Sieben Jahre hatten sich die Filmkunstfreunde für das neue Programmkino eingesetzt. „Mit dem Vertragspartner der Stadt konnte ein Verhandlungsergebnis erzielt werden, das den Fortbestand des Gebäudes auch unter der beabsichtigten kulturellen Nutzung und ohne finanzielle Unterstützung durch die Stadt verspricht“, heißt es von der Verwaltung.

Ehemalige Baptistenkirche an der Bürgerstraße: Hier sollen ein Programmkino samt Bistro und Wohnungen entstehen.   

Mit Blick auf den Investor sagte Matthias Sonnenburg vom Vorstand der Filmkunstfreunde: „Die Investition möchte er mit der Vermietung von Wohnungen refinanzieren, die sich an den hinteren Teil des neuen Kinos anschließen sollen. Sein Ziel ist die schwarze Null.“

Betreiber des neuen Kinos soll die Film- und Kinoinitiative Göttingen werden, die bereits das Programmkino Lumière an der Geismarlandstraße führt. Die Initiative benötigt einen weiteren Kinosaal, da mehr Filmkunst gezeigt werden sollt. Die Kino-Ausstattung wird das Lumière finanzieren, für das Bauliche ist der Investor zuständig. Allerdings muss noch viel Geld für die digitale Kino-Ausstattung aufgebracht werden.

Der Haupteingang soll an der Seite des Gebäudes liegen und überdacht werden. Insgesamt soll das künftige Programmkino 100 Sitzplätze haben. Den Betrieb eines im Eingangsbereich geplanten Bistros des künftigen Kinos möchte der Göttinger Weinhändler Wolfgang Cichon übernehmen.

Das Großprojekt soll bis Herbst kommenden Jahres realisiert werden.

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