Rettung vor dem Tod

In Göttingen werden zahlreiche Eichhörnchen aufgepäppelt

+
Ole kam im Alter von sechs Wochen ins Hörnchen-Haus. Heute lebt er in Freiheit.

Seit Anfang des Jahres wurden in und um Göttingen 50 Eichhörnchen gefunden, die an die Eichhörnchenpäppler vermittelt wurden.

Otto und Oskar haben es geschafft: Die beiden Eichhörnchen, über die wir im März berichteten, waren von einer Aufzuchtstation ins Hörnchen-Haus im Stadtwald Göttingen gekommen. Dort führte sie ihr Weg über das Auswilderungsgehege auf dem Kehr in die Freiheit.

Seit Anfang des Jahres wurden in und um Göttingen 50 Eichhörnchen gefunden. Diese wurden größtenteils vom NABU Göttingen, der Feuerwehr, dem Eichhörnchennotruf und von Privatpersonen an die Eichhörnchenpäppler in Göttingen vermittelt. Dennoch gelingt es nicht immer, die Tiere zu retten. Von drei erwachsenen Eichhörnchen konnte nur eines gerettet werden, die anderen beiden starben an ihren Verletzungen durch Autounfälle.

Flohriane (mit „H“, weil sie so viele Flöhe hatte) wurde von Krähen am Bauch verletzt. Sie kam im Alter von sechs Wochen ins Hörnchen-Haus, wo sie sechs Wochen aufgepäppelt wurde. Inzwischen ist sie ausgewildert.

Die übrigen 47 Eichhörnchen waren Jungtiere – vom gerade erst geborenen bis zum 8 Wochen alten Teenager-Eichhörnchen. Von ihnen starben elf an inneren Verletzungen oder weil sie erst zu spät gefunden wurden und zu stark unterernährt waren, sodass jede Hilfe zu spät kam.

Göttingen vermittelte 13 Eichhörnchen an Pflegstellen in Bad Wildungen und Braunschweig, da es einfach zuviel pflegebedürftige Tiere waren und nicht genügend Kapazitäten in Göttingen zur Verfügung standen. 24 Eichhörnchen wurden am Kehr im Wildgehege ausgewildert.

Flohriane (mit „H“, weil sie so viele Flöhe hatte) wurde von Krähen am Bauch verletzt. Sie kam im Alter von sechs Wochen ins Hörnchen-Haus, wo sie sechs Wochen aufgepäppelt wurde. Inzwischen ist sie ausgewildert.

Ihre Geschichten sind sehr unterschiedlich. Eines tauchte bei einem Auto, eines neben Mülltonnen, andere an einem Fußballplatz auf und eines brachte die Katze. Ein Kobel (Eichhörnchennest) mit sechs Eichhörnchen wurde von Krähen von einem Baum geholt.

Andere Eichhörnchen liefen Menschen hinterher – ein Zeichen dafür ist, dass sie Hilfe brauchen (die Tiere haben keine Tollwut). Auch wenn es nicht immer ein Happy-End gab, haben die meisten Eichhörnchen nach der Rettung eine Chance auf einen zweiten Anfang bekommen. So auch Ole, Opfer eines Selbstpäppelversuchs eines Laien. Gefüttert mit Babynahrung, die die Tiere nicht vertragen, kam er unterernährt und an Durchfall leidend im Alter von sechs Wochen ins Hörnchen-Haus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.