Innovationscampus: Neues Projekt im kommenden Jahr

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Gemeinsame gute Sache: WRG-Geschäftsführer Detlev Barth (links) und Dr. Martin Rudolph, Geschäftsführer der IHK-Geschäftsstelle Göttingen, stellten das Projekt „SNIC“ gemeinsam vor.

Göttingen. In Südniedersachsen soll ein Innovationscampus entstehen. Am Montag wurde das Projekt, das ein Gesamtvolumen von 5,2 Millionen Euro über fünf Jahre hat, dem Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Bauen, Planen und Energie des Landkreises Göttingen vorgestellt.

An dem Südniedersachseninnovationscampus (SNIC), der im Juni 2016 starten soll, beteiligen sich neben dem Landkreis Göttingen auch die Kreise Northeim, Osterode, Goslar und Holzminden sowie die Stadt Göttingen.

„Der SNIC soll künftig als zentrale Anlaufstelle in Südniedersachsen dienen, dessen wesentliches Ziel es sein wird, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der gesamten Region zu fördern und der Abwanderung von Fachkräften effektiv entgegenzuwirken“, betonte Dr. Martin Rudolph, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südniedersachsen.

Dabei stehe eine stärkere Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus, „um Innovationen zu befördern, die Region Südniedersachsen für Fachkräfte attraktiver zu machen und den Zugang der regionalen Unternehmen zu den Hochschulen“ zu erleichtern. „Innovationen sind für eine wachsende Zahl von Unternehmen zwingende Voraussetzung für die Sicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Detlev Barth, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG). Sie seien „ein betriebswirtschaftliches Muss und eine lebenswichtige Pflichtaufgabe für nahezu alle Unternehmen“.

Dabei sei betriebliche Innovation nicht nur eine ureigene betriebliche Angelegenheit, die die kommunale Wirtschaftsförderung nicht betreffe. Kleine und mittelständische Unternehmen hätten zumeist keine Innovationsexperten. Die kommunale Wirtschaftsförderung könne jedoch die Unternehmen als Dienstleister an die Hand nehmen und durch eine gezielte Begleitung die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und somit der gesamten Region Südniedersachsen fördern.

Der SNIC wird sich in eine zentrale Geschäftsstelle und in drei Arbeitsfelder gliedern: Fachkräftebindung und Wissenstransfer, Technologieberatung und Innovationsscouting sowie Innovationsakademie und Gründungsunterstützung.

Technologieberatung

Ein Mitwirken des Landkreises Göttingen wird sich auf die Technologieberatung sowie eine finanzielle Beteiligung an der Geschäftsstelle beschränken. Die anderen beiden Arbeitsfelder werden von der Universität und den Hochschulen abgedeckt.

Das Geld für das Projekt kommt im Wesentlichen aus Europa- und Landestöpfen. Der Landkreis Göttingen soll sich 2016 mit 29 000 Euro, in den Folgejahren mit jeweils 42 000 Euro beteiligen. Bei den Ausschussmitgliedern traf das Projekt auf breite Zustimmung. Da es vereinzelt jedoch noch Gesprächsbedarf gab, wurde der Tagesordnungspunkt ohne Beschluss in die Fraktionen verwiesen. (per)

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