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Installation von Künstler an Ehrenmal mahnt zum Frieden

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Von: Bernd Schlegel

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Metall-Installation mahnt zum Frieden: Künstler Wolfgang Pilz und Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr freuen sich, dass das Werk nun einen dauerhaften Platz hat.
Metall-Installation mahnt zum Frieden: Künstler Wolfgang Pilz und Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr freuen sich, dass das Werk nun einen dauerhaften Platz hat. © Bernd Schlegel

Ein Kunstwerk zum Thema Frieden hat jetzt in Göttingen einen dauerhaften Platz. Das Werk von Künstler Manfred Pilz steht jetzt auf dem Groner Friedhof.

Göttingen – Am Ehrenmal auf dem Friedhof in Grone mahnt seit kurzem eine Metall-Installation zum Thema Frieden. Sie wurde vom Göttinger Künstler Manfred Pilz gestaltet.

2014 entstand die Idee zu dem Projekt, nachdem die russische Armee die Krim überfallen hatte. Deshalb hatte der 79-jährige Groner Künstler Manfred Pilz mit dem Gedicht „Wer Frieden will“ begonnen.

Nach und nach reifte bei Pilz der Entschluss, aus den Textzeilen eine Installation zu gestalten. Beides ist dann 2015 endgültig entstanden. Die Metallarbeiten hatte die Firma Senge übernommen.

In dem Gedicht heißt es in der siebten Strophe: „Wer Frieden will, lässt Blumen blühen, anstatt den Kelch mit Blut zu füllen.“ Für Pilz, der 1942 in Thüringen zur Welt kam, stellt ein Stahlhelm den Kilch der Bitternis dar. Deshalb bestehen die Blüten auf dem Kunstwerk aus Original-Stahlhelmen.

In die Region Südniedersachsen kam Pilz im Jahr 1954, da seine Mutter im Untereichsfeld ihr Glück suchte. Im Jahr 1966 kam Pilz, der gelernter Einzelhandelskaufmann ist, nach Göttingen und lebt seither in Grone.

Das Kunstwerk war unter anderem bereits in Duderstadt, Leinefelde, in Schaufenstern und auch in Göttingen zu sehen. Aber die Installation hatte bislang noch keinen festen Platz.

Als Groner Künstler engagiert sich Pilz auch für den Ortsrat und machte Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr auf seine Installation aufmerksam. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, das Kunstwerk auf dem Ortsfriedhof aufzustellen. Seit dem Volkstrauertag ist die Metall-Installation dort nun dauerhaft zu sehen.

„Künstler Manfred Pilz hat uns diese Installation geschemkt. Es ist ein Geschenk an die Gronerinnen und Groner“, dankte Sterr dem Künstler. Der Ortsrat hatte die Kosten der Aufstellung des Kunstwerks aus Stahl übernommen. Es war zwischenzeitlich im Atelierhaus gelagert. „Ich hoffe, dass die Gronerinnen und Groner durch dieses Denkmal angeregt werden, über das Thema Krieg und den eigenen Beitrag zum Frieden nachzudenken“, sagt Sterr abschließend. (Bernd Schlegel)

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