Interkulturelle Aktion: Junge Migranten strömten zum Berufsmarkt

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Großes Interesse am Markt der Berufe: Viele Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund besuchten die Ausstellungsmesse auf dem Gelände der Ditib-Moschee in Göttingen.

Göttingen. Einen überwältigenden Erfolg feierten die Veranstalter mit der dritten Auflage des Interkulturellen Marktes der Berufe.

„Ich bin sprachlos“, zeigte sich Thomas Deimel-Bessler von der Beschäftigungsförderung Göttingen (BFGoe) begeistert von der Teilnehmerresonanz. „Das übertrifft alle unsere Erwartungen.“ Wie schon in den beiden Jahren zuvor hatten die BFGoe zusammen mit der Agentur für Arbeit, dem Landkreis Göttingen, der Industrie- und Handelskammer Göttingen, der Gesundheitsregion und der DITIB Gemeinde an deren Moschee am Königsstieg die Ausbildungsmesse für Jugendliche mit Migrationshintergrund organisiert.

27 Aussteller aus Industrie, Handwerk, öffentlichem Dienst, Beratung, Medizin und Pflege sowie Hotellerie informierten dabei über das deutsche Ausbildungssystem nach Abschluss der Schule. „Nachdem wir bereits bei den ersten beiden Auflagen mit den Besucherzahlen zufrieden waren, ist der Ansturm diesmal regelrecht überwältigend“, meinte Deimel-Bessler.

Als Hauptgründe für die nochmals deutlich gestiegene Teilnehmerzahl nannte der Mitorganisator die erstmalige Anwesenheit von Gruppen aus den Landkreisen Northeim und Osterode sowie die von zahlreichen Flüchtlingen. „Letztere sind offenbar ganz gezielt hierher gekommen und haben auch immer wieder nach Dolmetschern gefragt“, so Deimel-Bessler.

Ziel der Messe ist es, Jugendlichen mit Migrationshintergrund Zugang zum deutschen Ausbildungsmarkt zu verschaffen und ihnen die Scheu zu nehmen, selbst Kontakt mit Betrieben aufzunehmen. „die meisten Besucher zeigten sehr viel Interesse“, freute sich Bianca Dietrich von der Gesundheitsregion Göttingen über die vielen angeregten Gespräche, die sie und die anderen Aussteller geführt hätten. Dieser durchschlagene und von Jahr zu Jahr stetig wachsende Erfolg gibt dem Konzept damit Recht.

„Der wesentliche Pluspunkt dieser Messe liegt darin, dass Bewerber und Unternehmen direkt und ohne den Umweg eines klassischen Bewerbungsverfahrens miteinander sprechen können“, sagt Thomas Deimel-Bessler. Kein Wunder also, dass sich für das kommende Jahr bereits Aussteller auf eine Warteliste setzen ließen.

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