Interessierte können im Internet abstimmen und gewinnen

Stiftung aus Duderstadt sucht das Gartentier des Jahres – sechs Kandidaten

Das Foto zeigt einen Vogel mit mehreren verschiedenen Farben am Kopf und Flügel, der auf einer Pflanze sitzt.
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Der Stieglitz ist auch als Distelfink bekannt.

Die Duderstädter Heinz Sielmann Stiftung sucht das Gartentier des Jahres. Interessierte können bis zum 13. Juni online für ihren Favoriten abstimmen und attraktive Preise gewinnen.

Duderstadt – Bereits zum elften Mal ruft die Heinz Sielmann Stiftung zur Wahl des Gartentiers des Jahres auf. Die Duderstädter Stiftung möchte mit der Wahl auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt hinweisen und für naturnahe Gärten werben.

Sechs Tiere stehen für die Wahl des Gartentiers zur Auswahl

„Naturnah gärtnern bedeutet, etwas für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu tun. Gärten sind wertvolle Lebensräume, gerade im urbanen Raum“, macht Biologin Nora Künkler deutlich. Abgestimmt werden kann unter sielmann-stiftung.de/gartentier im Internet. Das Gartentier wird am 14. Juni, dem Tag des Gartens, bekannt gegeben.

Sechs Kandidaten stehen zur Auswahl. Hier sind sie vorgestellt:

Der Maulwurf wird zu Unrecht aus Gärten vertrieben. Wo er buddelt, ist das Bodenleben intakt. Seine Gänge durchlüften das Erdreich und er vertilgt Engerlinge und Schnecken. Was die Wenigsten wissen: Wo Maulwürfe graben, halten sich Wühlmäuse fern.

Der Maulwurf vertilgt viele Schädlinge.

Die Männchen der Garten-Wollbiene verteidigen ihr Revier bis auf das Äußerste gegen andere Blütenbesucher. Sie krümmen dazu den mit kleinen Dornen besetzten Hinterleib nach vorn und rammen die Gegner, sehr oft Honigbienen oder auch große Hummeln, von der Seite. Stechen kann die Garten-Wollbiene aber nicht. Ihr dünner Stachel dringt nicht durch menschliche Haut.

Die Garten-Wollbiene verteidigt ihr Revier.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist ein wichtiger Unterstützer im Kampf gegen Blattläuse. Bis zu 150 Blattläuse können die Larven und die ausgewachsenen Käfer täglich fressen. Kein Wunder, dass ihm der Ruf als Glücksbringer vorauseilt.

Der Marienkäfer bekämpft die Blattläuse.

Von der naturnahen Gestaltung in Gärten und an Häusern profitiert zum Beispiel der Stieglitz. Bekannt ist er auch als Distelfink. Die Samenstände vieler Gartenblumen stehen auf seinem Speiseplan. Dazu gehören beispielsweise Pflanzen, denen man nachsagt, sie könnten mit den Folgen der Klimakrise gut zurechtkommen: Disteln, Kornblumen, Sonnenhut und Astern.

Der Stieglitz ist auch als Distelfink bekannt.

Der Schwalbenschwanz ist einer der größten und imposantesten heimischen Schmetterlingsarten. Als Gartengast findet er sich dann ein, wenn die Raupen die passenden Futterpflanzen finden. Das sind Doldenblütler wie Dill, Pastinake oder wilde Möhre. Für die ausgewachsenen Falter sollte ein reiches Blütenbuffet gedeckt sein.

Der Schwalbenschwanz ist ein schöner Schmetterling.

Die Spitzmaus trifft man immer seltener in Gärten an. Trotz ihres Aussehens gehört sie nicht zu den Mäusen, sondern ist als Insektenfresser eng mit Maulwurf und Igel verwandt. Mit ihren spitzen Zähnchen macht sie Jagd auf Insekten, die im Garten lästig werden können.

Die Spitzmaus trifft man immer seltener an.

(Bernd Schlegel)

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