„Pflegeplatzmanager“ im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende

Internet-System vermittelt Pflegeplätze

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) vermittelt digital Pflegeheimplätze: Sylvia Holtz-Wörmcke, Leitung Sozial- und Entlassmanagement (links) und Kerstin Kobold, Fall-Managerin des EKW (rechts), mit einer Patientin vor der Corona-Pandemie.
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Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) vermittelt digital Pflegeheimplätze: Sylvia Holtz-Wörmcke, Leitung Sozial- und Entlassmanagement (links) und Kerstin Kobold, Fall-Managerin des EKW (rechts), mit einer Patientin vor der Corona-Pandemie.

Durch die digitale Vermittlung von Pflegeheimplätzen, bleibt nun mehr Zeit für die Beratung von Patienten im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW).

Göttingen – Wie das EKW mitteilt, nutzt es ein Internet-System namens „Pflegeplatzmanager“ für Patienten, die nach dem Krankenhausaufenthalt nicht direkt nach Hause entlassen werden können.

Die Suche nach einem Pflegeheimplatz habe die Mitarbeiter des Sozial- und Entlassmanagements zuvor viel Zeit gekostet. Sie mussten bis zu 40 Pflegeheime anrufen, bevor sie einen Platz fanden. Mit dem neuen System gehe eine deutliche Zeitersparnis einher, die dem Patienten zugutekommen soll. Es werde an den drei Standorten Weende, Lenglern und Neu-Mariahilf eingesetzt. „Es handelt sich um ein digitales Instrument, welches uns aktuelle Kapazitätsabfragen und ein schnelles Verlegungsprozedere abbildet – ohne Informationsverlust“, sagt Sylvia Holtz-Wörmcke, Abteilungsleitung Sozial- und Entlassmanagement des EKW.

Auch die Pflegeeinrichtungen profitierten. Dabei seien besonders die Zeitersparnis, der effiziente Personaleinsatz und die Steuerung des Pflegegradmixes zu nennen. „Wir können unsere freien Kapazitäten online melden, sodass das Krankenhaus direkt sieht, in welchen Bereichen wir freie Plätze haben“, sagt Nicole Mallach, die im Haus Phönix am Steinsgraben für die Belegung zuständig ist.

„Uns ist es wichtig, dass bestenfalls alle Pflegeeinrichtungen den neuen Weg mit uns gehen, um so eine größtmögliche Vernetzung in Südniedersachsen zu schaffen“ sagt Holtz-Wörmcke. In einem Umkreis von zehn Kilometern um Göttingen sei bereits jede stationäre Pflegeeinrichtung an das System angebunden. In einem Umkreis von zwanzig Kilometern seien es 81 Prozent. Der persönliche Kontakt bleibe trotzdem weiterhin bestehen, so Holtz-Wörmcke.  

Von Fabian Becker

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