Offenbar keine Ausbaupläne für die kommenden Jahre

Internetversorgung: Tempo-Lücken in den Göttinger Gewerbegebieten

Göttingen. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) hat die Netzgeschwindigkeit in den Gewerbegebieten der Uni-Stadt unter die Lupe genommen.

Fazit: Es gibt noch Tempo-Lücken in einigen Bereichen. Es wurde festgestellt, dass die Göttinger Gewerbe- und Industriegebiete weitgehend mit Glasfaserleitung bis zum Verteiler versorgt und mit der so genannten Vectoring-Technik größtenteils bis 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen sowie bis zu 40 Megabat je Sekunde beim Hochladen ins Internet verfügbar sind. 

Es wurden jedoch auch sogenannte „weiße Flecken“ ausgemacht. In diesen Gebieten liegt die maximal verfügbare Bandbreite unterhalb von 30 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen, ermittelte die GWG in Kooperation mit dem „Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen“. Außerdem existiert offenbar keine Ausbauplanung für die kommenden drei Jahre.

Die GWG hat Unternehmen, die in einem dieser potentiell unterversorgten Gebiete ansässig sind, kontaktiert und zu einer Gesprächsrunde geladen. Die GWG schaut sich derzeit nach Möglichkeiten um, um die Situation mit einem geförderten Ausbau zu verbessern. Eine Breitbandförderung für Gewerbegebiete ist beispielsweise über Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) möglich. Allerdings müssen dazu die Unternehmen mitziehen. Deshalb soll es demnächst eine Gesprächsrunde mit betroffenen Firmen geben.

Kontakt 

GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH

Bahnhofsallee 1 b 

37081 Göttingen 

Tel. 05 51 / 54 74 30.

www.gwg-online.de

Hintergrund: Glasfaserkabel bis zum Verteiler

Um mehr Tempo im Internet zu ermöglichen, wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Verteilern, fachlich Kabelverzweiger genannt, das bisherige Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt.

Gleichzeitig werden die Verteiler in so genannten Multifunktionsgehäusen zu Mini-Vermittlungsstellen aufgerüstet. Dort wird das Lichtsignal in ein elektrisches umgewandelt und in das Kupferkabel zum Kunden eingespeist. Mit Hilfe der so genannten Vectoring-Technik werden die vorhandenen Kupferkabel durch die Beseitigung von elektromagnetischen Störungen für die Datenübertragung schneller gemacht.

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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