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Jährliches hohes Defizit: Göttinger Musikschule droht Umstrukturierung

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Von: Bernd Schlegel

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Göttingen. Die Kreismusikschule Göttingen steht möglicherweise vor einer Umstrukturierung. Grund dafür ist ein hohes jährliches Defizit.

Die Kreismusikschule wird seit einigen Jahren von der Kreisvolkshochschule Südniedersachsen gGmbH betrieben und bietet Unterricht für viele Instrumente an. Das Spektrum reicht vom Akkordeon bis zum Xylophon. Derzeit arbeiten etwa 20 festangestellte Dozenten und viele weitere Honorarkräfte für die Einrichtung. Die Gebühren decken bei weitem nicht die Kosten. Beispiel Bereich Göttingen: So sind für einen 45-minütigen Einzelunterricht, der in der Regel einmal pro Woche stattfindet, 105 Euro pro Monat zu zahlen. Die einstündige musikalische Früherziehung, die ebenfalls ebenfalls pro Woche stattfindet, kostet monatlich 26 Euro pro Teilnehmer.

Das Problem: Nach HNA-Informationen fällt in jedem Jahr ein Defizit im hohen sechsstelligen Bereich in der Musikschule an. Der Landkreis will die Kreismusikschule weiterführen. Deshalb hat Kreisvolkshochschul-Geschäftsführer Peter Staufenbiel verschiedene Szenarien erarbeitet. Ziel ist es, die Kreismusikschule flächendeckend im gesamten Landkreis zu erhalten.

Denkbar ist laut Staufenbiel beispielsweise eine wirtschaftliche Sanierung des bestehenden Musikschulbetriebs. Eine andere Variante ist die Angliederung des Betriebs an einen anderen Partner.

Voraussichtlich Mitte Februar soll über das Thema in den Kreisgremien gesprochen werden. Zuvor informieren sich die Kreistagsfraktionen über die Situation.

Unterdessen wird im Internet auf der Seite www.betriebsexpress.de, auf der mehrere Gewerkschaften über Arbeitskämpfe in der Region berichten, befürchtet, dass die Musikschule geschlossen werden könnte. Die Kreisvolkshochschule/Kreismusikmusik werde schlecht geredet und ihre Abwicklung und ihr Verkauf an einen privaten Betreiber vorbereitet, heißt es dort. Und weiter: „Es drängt sich der Verdacht auf, das die Kreismusikschule somit das erste größere Opfer der Landkreisfusion wird, die Schülerinnen und Schüler und die Musikschullehrer die Zeche zahlen.“

Suche nach Lösungen

KVHS-Geschäftsführer Peter Staufenberg stellt hingegen klar: „Es sind noch keine Entscheidungen gefallen.“ Stattdessen werde nach einer Lösung gesucht. (bsc)

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