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Jahreswechsel: Verbot für Böller in der Göttinger City

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Von: Bernd Schlegel

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Solche Bilder wird es zum Jahreswechsel 2022/23 in Göttingen nicht geben: Die Stadtverwaltung hat in der Innenstadt und damit auch rund um das Alte Rathaus (
Solche Bilder wird es zum Jahreswechsel 2022/23 in Göttingen nicht geben: Die Stadtverwaltung hat in der Innenstadt und damit auch rund um das Alte Rathaus ( © Swen Pförtner/dpa

In vielen Bereichen gibt es zum Jahreswechsel ein Böllerverbot. So zum Beispiel erneut in der Göttinger Innenstadt mit den Wallanlagen und im Bereich Albaniplatz.

Göttingen/Bovenden – Zum Schutz von Menschen und Gebäuden gilt zur Jahreswende 2022/23 in vielen Bereichen in Stadt und Landkreis Göttingen ein Böllerverbot. Entsprechende Verordnungen wurden insbesondere für die Göttinger Innenstadt und für Bovenden erlassen.

Es wird wieder Feuerwerk verkauft

Diesmal dürfte das Feuerwerk wieder deutlich umfangreicher ausfallen. Der Grund: Nach einer zweijährigen Pause wegen der Corona-Pandemie werden von Donnerstag bis Samstag, 29. bis 31. Dezember, wieder in großem Stil Feuerwerkskörper verkauft.

Mindestabstände bei Feuerwerk beachten

Außerdem muss beachtet werden: Neben den Bereichen, in denen die Kommunen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verbieten, gibt es weitere Zonen, in denen das Böllern ohnehin grundsätzlich verboten ist. Das gilt für Bereiche rund um Kirchen, Krankenhäuser sowie Alten- und Pflegeheimen. Dort gilt ein Mindestabstand von 200 Meter.

.Göttingen: In der gesamten Göttinger Innenstadt gilt wieder ein Verbot für Feuerwerkskörper der Kategorie F2. Innerhalb der Wallanlagen und auf dem Wall einschließlich des Albani-Parkplatzes darf am Samstag, 31. Dezember, und am Sonntag, 1. Januar, kein Feuerwerk der Kategorie F2 gezündet werden. Für die restlichen Tage im Jahr ist das Abfeuern von Produkten dieser Kategorie ohnehin grundsätzlich verboten. Wegen der Kirche am Jonaplatz im Stadtteil Grone ist azcg dort das Entzünden von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 verboten.

Gemeinsame Streifen von Stadt und Polizei

Wer gegen das sogenannte Böllerverbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Die Stadt und die Polizeiinspektion Göttingen kündigen gemeinsame Kontrollen an: Bereits am frühen Silvesterabend werden gemischte Streifenteams von Polizei und Stadtordnungsdienst in der Innenstadt unterwegs sein, die Situation beobachten und bei Verstößen gegebenenfalls Verwarngelder festsetzen sowie Böller beschlagnahmen. Ziel der Streifen ist es vor allem, „zu informieren und dadurch präventiv“ zu wirken. Darüber hinaus will die Stadt schriftlich auch alle Verkaufsstellen für Feuerwerkskörper unterrichten.

Bereits in den vergangenen Jahren war der Einsatz von Feuerwerk der Kategorie F2 in der Innenstadt verboten. Mit einer entsprechenden Anordnung können Polizei und Ordnungskräfte einfacher durchgreifen, wenn sie den Einsatz von verbotenem Feuerwerk bemerken. Das 2016 erstmals verfügte Verbot wurde bei den letzten Jahreswechseln weitgehend eingehalten.

Altdorf Bovenden: Wegen der engen Bebauung im Altdorf Bovenden gibt es auch dort über den Jahreswechsel ein Böllerverbot, so die Verwaltung. Es gilt auf der gesamten Tunnelabdeckung (Deutsche Bahn/B 3) sowie in einem Umkreis von 50 Meter im Bereich folgenden Straßen: An der unteren Mühle (zwischen Untere Straße und Schinderkuhlenweg), Auf dem Plane, Auf dem Thie, Breite Straße (zwischen Untere Straße und Abdeckung B3/Bahn), Burgstraße, Feldtorweg (zwischen Maschweg und Abdeckung B3/Bahn), Im Bache, Im Winkel, Kirchgasse, Obere Gasse, Untere Gasse, Untere Straße, Vor dem Tore (zwischen Untere Straße und Schinderkuhlenweg) sowie Zehntenstraße. (Bernd Schlegel)

Klassisches Silvesterfeuerwerk: Käufer müssen mindestens 18 Jahre alt sein

Klassisches Silvesterfeuerwerk der Kategorie F2 ist an der Kennzeichnung „F2“ bzw. „PII“ erkennbar und darf in diesem Jahr nur am Donnerstag, Freitag und Samstag, 29., 30. und 31. Dezember, an Personen ab 18 Jahren verkauft werden. Das Abbrennen dieser „Pyrotechnische Gegenstände“ ist ausschließlich am 31. Dezember und am 1. Januar erlaubt. Dieses Feuerwerk darf nicht in der Nähe von brandgefährdeten Gebäuden wie Fachwerkhäusern gezündet werden.

Zur Kategorie F2 zählen insbesondere Feuerwerksbatterien, Raketensortimente, Einzelraketen, Leuchtfeuerwerk, Flugartikel und Knallartikel (zum Beispiel „Chinaböller“). Auf den Verkaufsverpackungen ist die Kategorie angegeben, so dass bereits beim Kauf grundsätzlich Klarheit herrschen sollte, wo das Feuerwerk gezündet werden darf. Daneben gibt es noch drei andere Kategorien: F1 steht für Kleinstfeuerwerk mit geringer Gefahr. Es darfen das ganze Jahr über an Personen ab zwölf Jahren verkauft werden. Nur von Profis, die eine besondere Genehmigung haben, darf Pyrotechnik der Klassen F3 (Mittelfeuerwerk) und F4 (Großfeuerwerk) erworben. (bsc)

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