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Jazzfestival in Göttingen: Alle tanzen zu Musik und Lichtshow

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Von: Harald Kuhl

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Jazz meets Techno meets Bigband: Die Jazzrausch Bigband überzeugte zum Abschluss des zweiten Abends auf der großen Bühne des Deutschen Theaters in Göttingen. Viele tanzten beim Auftritt.
Jazz meets Techno meets Bigband: Die Jazzrausch Bigband überzeugte zum Abschluss des zweiten Abends auf der großen Bühne des Deutschen Theaters in Göttingen. Viele tanzten beim Auftritt. © Harald Kuhl

Das Deutsche Theater in Göttingen ist auch ein Kult-Ort für Musikfans. Das wird auch in diesem Jahr beim Jazzfestival deutlich.

Göttingen – Mit zahlreichen Konzerten auf insgesamt drei Bühnen im Deutschen Theater und einer anschließenden Techno-Party endete am Samstagabend das 45. Göttinger Jazzfest. Die musikalische Vielfalt und der Zuspruch seitens des Publikums knüpften an die Zeit vor der von der Pandemie erzwungenen Pause an.

Musikalisches Epizentrum war wieder die große Bühne, auf der ab 19 Uhr im Zweistundentakt bekannte Größen des Jazz für Begeisterung beim Publikum sorgten und dabei eindrucksvoll die überzeugende Vielfalt dieses Musikgenres unter Beweis stellten. Für einen gelungenen Einstieg in den Abend sorgte der Trompeter und Komponist Theo Croker mit Begleitung, gefolgt von den Musikern von Dejan Terzic Axiom, unter ihnen der Saxophonist Chris Speed.

Saxophon-Virtuose: Chris Speed trat in Göttingen auf.
Saxophon-Virtuose: Chris Speed trat in Göttingen auf. © Harald Kuhl

Der im damals jugoslawischen Banja Luka geborene und heute in Berlin lebende Dejan Terzic gab während des Auftritts auch einen kurzen Einblick in die schwierige Zeit, die Corona und die damit verbundenen Entwicklungen für Musiker bedeutet hatten. Er drückte dabei seine große Freude aus, in diesem Jahr beim Göttinger Jazzfestival spielen zu können. Damit sprach er sicher nicht nur allen anderen Musikerinnen und Musikern, sondern ebenso den anwesenden Jazzfans aus dem Herzen.

Logistische Herausforderung beim Jazzfestival-Abschluss

Das Abschlusskonzert um 23 Uhr stellte die Logistik im Deutschen Theater vor eine besondere Aufgabe: Innerhalb kürzester Zeit galt es, die Bühne so umzugestalten, dass dort die fünfzehnköpfige Jazzrausch Bigband mitsamt Instrumenten und ausreichender Bewegungsfreiheit Platz fand. Die Aufgabe wurde mit Bravour bewältigt, sodass Hilmar Beck vom Festivalkomitee pünktlich einen weiteren Höhepunkt des 45. Göttinger Jazzfestivals ansagen konnte.

Viele Musikfans warteten darauf mit Spannung und früh waren alle Sitzplätze im Saal belegt. Auch an den Seiten und in den Türen drängte sich das Publikum. Und als die Band ihren ersten Song gespielt hatte, war allen klar: Wer einen Sitzplatz ergattert hatte, war klar im Nachteil. Wie vom Bandleader angekündigt, hielt es viele nicht mehr auf den Sitzen und wollten nach dieser Musik tanzen.

Die Ankündigung im Programmheft hatte nicht übertrieben: Jazz meets Techno meets Bigband. Begleitet wurde dies von einer Lightshow, die in Göttingen zuletzt beim Soundcheck Festival zu erleben war. Diese Spielart des Jazz zog auch jüngere Musikfans an und sorgte für viel Bewegung. Dies ließ bei einer anschließenden Techno-Party im Keller des Deutschen Theaters bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags fortsetzen.

Starke Stimme: Bereits am Freitagabend präsentierte sich Efrat Alony mit Henning Sieverts (Bass), Heinrich Köbberling (Schlagzeug) und mit Frank Wingold (Gitarre, nicht im Bild) beim Göttinger Festival.
Starke Stimme: Bereits am Freitagabend präsentierte sich Efrat Alony mit Henning Sieverts (Bass), Heinrich Köbberling (Schlagzeug) und mit Frank Wingold (Gitarre, nicht im Bild) beim Göttinger Festival. © Harald Kuhl

Bereits am Freitag überzeugten auf der großen Bühne im Deutschen Theater drei Jazzformationen das Publikum und bestätigten dabei einmal mehr die beeindruckende Vielfalt dieses Musikgenres. So gab es lebendigen und überraschenden Future Jazz mit Tijn Wybenga & AM.OK.

Weltmusiker: Trilok Gurtu ist unter anderem Perkussionist.
Weltmusiker: Trilok Gurtu ist unter anderem Perkussionist. © Harald Kuhl

Die Bühne übernahm zwei Stunden später die israelische Sängerin und Komponistin Efrat Alony. Ihren Modern Jazz mit poetischen und engagierten Texten begleiteten einige der versiertesten deutschen Jazzer. Den Freitagabend beschloss der aus Indien stammende Weltmusiker, Schlagzeuger und Percussionist Trilok Gurtu.

Jazzfestival in Göttingen: Das Fazit

Fazit: Allen Musikern und Organisatoren ein großer Dank für ein weiteres gelungenes Göttinger Jazzfest. (Harald Kuhl)

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