Jazzfestival international wie noch nie

Gefühlvoll: Efrat Alony verbindet in ihren Liedern Jazz, Folk und Poesie.

Göttingen. „Der Jazz ist die Musik auf dieser Welt, die eigentlich alles zulässt“, sagt der deutsche Musikproduzent Jürgen Spiegel. Denn man könne die unterschiedlichsten Einflüsse unter seinem Dach immer wieder neue Verbindungen eingehen lassen - und genau das tut auch das Göttinger Jazzfestival. Es sorgt von Freitag, 7. November, bis Samstag, 15. November, an sechs Orten für musikalische Unterhaltung.

Laut Verantalter ist die Besetzung beim 37. Jazzfestival so international wie noch nie. Bands und Einzelkünstler kommen unter anderem aus Korea und Schweden, aus der Türkei und aus Israel, aus Großbritannien, Deutschland und der Schweiz, ja sogar aus dem südostafrikanischen Mosambik. Die Musiker bringen die unterschiedlichsten Stilrichtungen auf die Bühne; neben zwei der besten Gitarristen Europas treten laut Ankündigung anlässlich des 200. Geburtstags von Adolphe Sax auch zwei begnadete Saxophonisten auf.

Acht Tage Musikprogramm

Los geht es am Freitag, 7. November, mit dem Trio Cholet / Känzig / Papaux. Ab 20 Uhr will sich die Rhythmus-Gruppe im Esel in Sülbeck bei Einbeck als „Meister der Zwischentöne“ präsentieren. Das musikalische Urgestein Colosseum verbindet die drei Musikrichtungen, Blues, Rock und Jazz zu einem melodischen Gesamtpaket. Zusammen mit Saxophonistin Barbara Thompson spielt die Band am Sonntag, 9. November, ab 20 Uhr in der Musa.

Das Lumière-Kino zeigt am Montag, 10. November, ab 18 Uhr eine Dokumentation über das virtuose Leben von Gitarrenlegende Django Reinhardt. Anlässlich des Todes von Bassist Charlie Haden, der zu den wichtigsten Impulsgebern des zeitgenössischen Jazz gehört, bringt das Kino am Mittwoch, 12. November, ab 20 Uhr einen Dokumentarfilm über sein Leben und Werk.

Zwischenzeitlich findet ein Interview mit Konzertveranstalter Karsten Jahnke statt. Der Kopf hinter den bekannten Jazz Nights und dem Elb Jazz Festival steht am Dienstag, 11. November, ab 20 Uhr Musikjournalistin Sarah Seidel im Literarischen Zentrum Rede und Antwort.

Als „Kammerjazz-Parallelwelt“ betitelt der Konzertveranstalter die Musik der israelischen Sängerin Efrat Alony, die ab 20 Uhr am Donnerstag, 13. November, im Alten Rathaus zu hören sein wird. Musikalische Unterstützung an diesem Abend bekommt sie vom mosambikanischen Bassisten Childo Thomás. Außerdem spielt das Christoph Busse Quartett Kompositionen mit südamerikanischer Note.

Am abschließenden Freitag und Samstag finden ab 19.15 Uhr zeitgleich Konzerte auf der großen Bühne, im Studio und im Keller des Deutschen Theaters in Göttingen statt. Am 14. November jazzen unter anderem Youn Sun Nah und Ulf Wakenius (22 Uhr, Große Bühne), Recall ’68 und die Jazzaholics. Zum Abschluss des Jazzfestivals geben sich am 15. November Musikgrößen wie Jacob Karlzon 3, Uwe Kropinski Trio und XY JazZ die Ehre.

• Das komplette Programm und die Konzertpreise finden Sie im Netz unter www.jazzfestival-goettingen.de

Ticketverkauf für das zehntägige Festival läuft noch

Wie Sebastian Otto, Projektmanager des Jazzfestival Göttigen e. V., mitteilte, sind für den Festivalsamstag am 15. November keine Tickets mehr erhältlich. Für die anderen Events gibt es noch Karten an den folgenden Stellen:

• für den Esel in Sülbeck (7.11.) unter Tel. 0 55 61/8 25 62 oder info@kultur-im-esel.de,

• für das Kino Lumière (10. und 12.11.) unter Tel. 05 51/48 45 23,

• für die Konzerte im Deutschen Theater (14. und 15.11.), in der Musa (9.11.), im Literarischen Zentrum (11.11.) und im Alten Rathaus (13.11.) gibt es unter www.reservix.de oder www.jazzfestival-goettingen.de sowie an allen örtlichen Vorverkaufsstellen. (jap)

Von Jasmin Paul

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