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Jeder Vierte nutzt das Handy-Parken in der Uni-Stadt

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Von: Bernd Schlegel

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Göttingens Erster Stadtrat Christian Schmetz (links) nahm die Auszeichnung zur Handy-Parken Top-Stadt 2022 von Parkster-Verkaufsleiter Keven Lehmann (Mitte) und Parkster-Deutschlandchef Patrik Lundberg entgegen.
Göttingens Erster Stadtrat Christian Schmetz (links) nahm die Auszeichnung zur Handy-Parken Top-Stadt 2022 von Parkster-Verkaufsleiter Keven Lehmann (Mitte) und Parkster-Deutschlandchef Patrik Lundberg entgegen. © Bernd Schlegel

Das Handy-Parken in Göttingen wird richtig gut angenommen. Etwa jeder vierte Parkvorgang auf öffentlichen Flächen läuft darüber.

Göttingen – Seit einem Jahr ist es möglich, das Parken in vielen Bereichen in Göttingen per Handy-App zu bezahlen. Jeder vierte Parkvorgang auf öffentlichen Flächen wird inzwischen auf diesem Weg bezahlt – ein echtes Erfolgsmodell.

In konkreten Zahlen bedeutet dies: Täglich gibt es in der Uni-Stadt durchschnittlich 1200 digitale Parkvorgänge per Handy, eine Quote von mehr als 24 Prozent. Die Akzeptanz für diese Form ist also nach dieser vergleichsweise kurzen Anlaufzeit erfreulich hoch. Für diesen Erfolg erhielt die Uni-Stadt die Auszeichnung als „Handy-Parken Top-Stadt 2022“.

Bei dem Projekt arbeitet die Stadt Göttingen mit der schwedischen Firma Parkster zusammen, die als Dienstleister fungiert und die Einnahmen an die Stadt weiterleitet. Bislang fließen die gesamten Einnahmen während des Testbetriebs bis Mitte kommende Jahres ohne Abzüge an die Stadt. Für die Autofahrer gibt es ebenfalls immense Vorteile: Die Abrechnung erfolgt minutengenau, während bei den herkömmlichen Parkscheinen oft ein Teil der gelösten Zeit nicht genutzt wird. Die Nutzer brauchen zudem kein Bargeld, können die Beträge zum Beispiel per Kreditkarte oder auch per Rechnung bezahlen. Damit will das schwedische Unternehmen auch Autofahrer überzeugen, die digitalen Bezahlvorgängen abwartend gegenüberstehen.

Autofahrer benötigen für das Lösen eines digitalen Parkscheins die App „Parkster“ auf ihrem Smartphone. Die kostenlose App ist für Android-Endgeräte auf Google Play sowie für das iPhone im App Store erhältlich. Für den Parkvorgang geben Autofahrer das Kennzeichen und die Parkdauer in der App auf dem Smartphone ein. Taktung und Tarif entsprechen dem Parkschein am Parkautomaten. Autofahrer können mit ihrem Handy die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer verlängern. Alle Parkplätze, auf denen Parkster in Göttingen verfügbar ist, erkennen Autofahrer an einer grünen Beschilderung. Der Preis ist übrigens beim digitalen und analagen Parkschein identisch – 1,50 Euro je Stunde in Parkzone I (Innenstadt) und 70 Cent in Parkzone II (übrige Bereiche). Zum Jahreswechsel sollen die Gebühren allerdings angehoben werden.

„Ich freue mich über die gute Nutzung des digitalen Parkens in Göttingen“, sagte Christian Schmetz, Erster Stadtrat der Stadt Göttingen. „Die Bürgerinnen und Bürger profitieren vom bargeldlosen Bezahlen ihrer Parkgebühren. Als Stadt entlasten wir unsere Verwaltung, da wir die Parkautomaten seltener leeren müssen. Übrigens fallen dank Handyparken pro Tag bis zu 1200 gedruckte Parkscheine weg. Das schont die Umwelt.“ Außerdem will die Stadt mit zunehmender Nutzung der digitalen Parkscheinvariante die Zahl der Parkscheinautomaten reduzieren. Derzeit gibt es Stadtgebiet mehr als 200 dieser Geräte.

„Es ist toll, dass das Parken per App bei den Bürgerinnen und Bürgern so gut ankommt“, sagt Patrik Lundberg, Deutschland-Geschäftsführer von Parkster.

Parkster wurde 2010 im schwedischen Lund gegründet und zählt heute zu den meistgenutzten Park-Apps in Schweden und Deutschland. Seit dem Jahr 2021 ist das Unternehmen auch in Österreich aktiv. (Bernd Schlegel)

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