Eine Belegschaft, die sich verändert

Jünger, internationaler, weiblicher: Sartorius hat mehr als 10.000 Mitarbeiter

Frauen im Unternehmen: Die Sartorius AG wird weiblicher, der Frauenanteil der Mitarbeiterschaft wächst, auch in Laboren.
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Frauen im Unternehmen: Die Sartorius AG wird weiblicher, der Frauenanteil der Mitarbeiterschaft wächst, auch in Laboren. Auch in der Vorstandsebene soll mittelfristig eine Frau arbeiten.

2020 hat Sartorius eine Schallmauer durchbrochen: Für den einstigen Hersteller von feinen, hochpräzisen Waagen und heutigen im M-Dax dotierten Bio-Science-Konzern arbeiten mittlerweile mehr als 10 000 Menschen, etwa 10 600 wie das Unternehmen jüngst in der Bilanzpressekonferenz vermeldete.

Göttingen – Etwa 2000 Neueinstellungen tätigte die Sartorius AG weltweit im vergangenen Jahr, das gekennzeichnet war von der Corona-Krise, Lockdowns in einigen Ländern, wo das Unternehmen mit insgesamt etwa 60 Niederlassungen vertreten ist.

Gleichzeitig aber gab es, nicht nur von Corona-Impfstoff-Herstellern – einen Run auf die Sartorius-Produkte von der Pipette, dem sterilen Filterbeutel, der Membrane bis zur Kompletteinrichtung von Laboren sowie den Dienstleistungen für Bio-Medizin-Entwickler und Dienstleistungen. Arbeitsplätze wurden auch in der Administrative, Produktion sowie für die Aufrüstung der Digitalen Infrastruktur benötigt. Hinzu kamen etwa 500 Mitarbeiter durch den Zukauf von Unternehmen.

Alljährlich blickt Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg anlässlich der Bilanzveröffentlichung auch auf die Struktur der Mitarbeiterschaft – so auch diesmal: Die Mixtur innerhalb der Sartorius-Mitarbeiterschaft bezogen auf ihre Betriebszugehörigkeit verschiebt sich, wie Kreuzburg feststellte und erläutert: 52 Prozent aller „Sartorianer“ sind mittlerweile noch recht frisch dabei, bis zu fünf Jahre im Unternehmen, etwa ein Sechstel aller Beschäftigten arbeiten länger als 15 Jahre für Sartorius. „Das ist keine Folge einer stärkeren Fluktuation“, erklärte Joachim Kreuzburg und wollte sagen: die meisten arbeiten weiterhin gerne und lange für Sartorius. Die Struktur habe sich durch die hohe Zahl an Neueinstellungen verändert.

Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender.

Der Vorstandschef freut sich auch darüber, dass aktuell Menschen aus 96 Nationen für das Göttinger Traditionsunternehmen tätig sind. Am Stammsitz seien es gar nicht so viel weniger“, sagte Kreuzburg und bilanzierte schmunzelnd: „Wir sind auf einer kulturell sehr bereichernden kulturellen Reise. Es ist wichtig, dass wir internationaler werden“ – dafür stehe auch der Anteil in den Führungspositionen. Ein Drittel des 1870 in Göttingen gegründeten Unternehmens seien heute Deutsche.

„Sartorius wird internationaler, jünger und weiblicher“, brachte es Kreuzburg knapp auf den Punkt. Weiblicher, das zeige sich auch bei der Besetzung von Führungspositionen: 38 Prozent unter der ersten Führungsebene seien Frauen. Einen ähnlichen Wert wolle man auch auf Vorstandsebene erreichen, so habe der Aufsichtsrat als Ziel formuliert, dass bis Mitte 2022 eine Frau im Vorstand Platz finden wird: „Ich finde, das ist eine gute, angemessene Zielsetzung“, wertete Kreuzburg. Aktuell arbeitet keine Frau im Vorstand.

„Jünger werden, das, was wir uns alle persönlich wünschen, aber nicht hinhaut, klappt bei uns im Unternehmen: Wir haben eine sehr gesunde Mischung“ – in zunehmendem Maße auch in richtige Richtung Frauenanteil. „Wir haben noch Möglichkeiten das bis in die Top-Ebene zu transportieren.“ (Thomas Kopietz)

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