Jürgen von der Lippe im Hawaihemd und mit weisen Sprüchen

Scheinbar zeitlos und unverändert: Jürgen von der Lippe im Hawaihemd und ewig gleichem Bart in der Stadthalle. Foto: Schröter

Göttingen. Riesenstimmung herrschte am Freitagabend in der ausverkauften Göttinger Stadthalle, wo Comedy-Urgestein Jürgen von der Lippe sein Programm „Wie soll ich sagen…?“ präsentierte.

„Donald Trump sieht aus, als würde er ständig zu seinem Frisör sagen: Mach so, dass es aussieht, als hätte ich einen Fifi auf dem Kopf.“ Mit dieser Stichelei gegen den künftigen US-Präsidenten und der Bemerkung „Irgendwie ist es ja schon ganz lustig, dass Trump als erste Amtshandlung eine schwarze Familie aus dem weißen Haus befördert“, beginnt der Ostwestfale mit dem charakteristischen bunten Hawaiihemd seine Show und hat damit sofort das Eis gebrochen.

Den Rest des Abends aber geht es um das, womit sich von der Lippe als „ehemaliger Deutschlehrer“ nur allzu gern beschäftigt: die deutsche Sprache. Ohne Hektik, langsam, gewählt und abgeklärt zieht er abwechselnd weise Worte und schlüpfrige Halbwahrheiten aus seinem Repertoire, imitiert mit der Unterstützung seiner Gitarre gekonnt Udo Lindenberg, Peter Maffay und Howard Carpendale, oder holt sich Zuschauer für witzige Wortspiele auf die Bühne.

Er doziert über Männer und Frauen, erzählt Geschichten über sich selbst und seine Liebste, kokettiert mit seinem Alter und seiner Figur.

Und weil er selbst niedrigste Flachwitze mit seinem ganz eigenen würdevollen Stil präsentiert, bleibt an diesem Abend wirklich kein Auge trocken – dieser abgedroschene Spruch sei an dieser Stelle ausnahmsweise einmal erlaubt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.