Live-Krimi

Jugendliche ermittelten im Krimi-Spiel „Tatort Göttingen“

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Ermittlungen im fiktiven Mordfall: Die Schedenerinnen Carolin Ernst, Ann-Kathrin Fischer und Jasmin Sprenger (von rechts) sowie die Hamelnerin Sina Beuermann zogen als Team los und sammelten bei der Befragung von Verdächtigen wichtige Hinweise.

Göttingen – Ein paar ebenso spannende wie aufregende Stunden verbrachten am Wochenende 45 Jugendliche, die beim ersten Göttinger „Live-Krimi“ in einem fiktiven Mordfall ermittelten.

„Tatort Göttingen“ lautete der Titel des Kriminalfalls, den es für Teilnehmer zwischen zwölf und 18 Jahren aus dem Landkreis zu lösen galt. Im Mittelpunkt stand der gewaltsame Tod des Kunsthändlers Per Hansen, der erstickt und mit einer schweren Kopfverletzung in seinem Geschäft aufgefunden wurde. Auf der Suche nach dem Täter galt es für die Jugendlichen, in Teams an unterschiedlichen Orten mit Zeugen und Verdächtigen zu sprechen, Hinweise und Beweise zu sammeln und am Ende den Täter, in diesem Fall die Täterin, zu finden.

Los ging es für die Jugendlichen bei einer gemeinsamen Besprechung. Dabei wurden die Teams mit drei bis sechs Mitgliedern gebildet. Außerdem erhielten Teilnehmer die wesentlichen Informationen zum Fall sowie Tipps und Tricks zum Ermitteln sowie den Namen und Aufenthaltsorten der verdächtigen Personen, die es zu befragen galt. Diese acht Verdächtigen mussten dann an ebenso vielen unterschiedlichen Orten in der Stadt wie dem Deutschen Theater, dem Botanischen Garten oder einem großen Kaufhaus ausfindig gemacht werden. Am Ende der Veranstaltung galt es dann, die bei den Gesprächen gesammelten Hinweise wie Puzzle-Teile zusammenzusetzen, sich im Team auf eine verdächtige Person zu einigen und diese im Kreise aller Teilnehmer zu benennen.

Veranstalter des „Live-Krimis“ waren die Kinder- und Jugendbüros sowie die Jugendpflegen aus dem Landkreis. „Kriminalspiele wie dieses sollen nicht nur Spaß machen, sondern dienen auch der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, der Zusammenarbeit in Kleingruppen sowie der selbstständigen Orientierung im öffentlichen Raum“, sagt Mitorganisatorin Helga Steininger vom Fachdienst Jugendarbeit des Landkreises Göttingen. „Außerdem werden dabei Problemlösungsfähigkeiten entwickelt sowie Kreativität und der angemessene Umgang mit Fremden gefördert.“

Wie spannend ein Kriminalspiel für die Teilnehmer ist, zeigt das Beispiel der Schedenerinnen Jasmin Sprenger, Ann-Kathrin Fischer und Carolin Ernst. Alle drei waren schon vor zwei Jahren dabei, als derselbe Kriminalfall in Kassel gelöst werden musste. „Das hat uns damals so gut gefallen, dass wir unbedingt auch in Göttingen dabei sein wollten“, sagten die drei. Dass der Fall derselbe sei, habe sie kaum gestört. „Immerhin ist es ja eine andere Stadt und auch die Darsteller sind diesmal andere“, ergänzte Jasmin Sprenger. Mit der Hemelnerin Sina Beuermann war aber auch ein Neuling in ihrem Team. „Ich habe Spaß an allem, was mit Krimis zu tun hat“, sagte die 16-Jährige. Und als eine Freundin ihr vom „Tatort Göttingen“ erzählte, habe sie unbedingt dabei sein müssen.

„Ich bin begeistert, dass diese Veranstaltung so gut angenommen wurde“, freute sich Helga Steininger über die rege Beteiligung und die gute Stimmung unter den Teilnehmern. Nicht zuletzt deshalb schreit der Göttinger Live-Krimi nach einer zweiten Auflage – dann aber natürlich mit einem neuen kniffligen Fall.

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