Flut aufgebrachter Menschen

Als Scherz: Jugendliche bot ungeborenes Kind auf Facebook zum Verkauf an

Archivbild: dpa

Göttingen. Ein 16-jähriges Mädchen aus Göttingen hat im Scherz ihr angeblich noch ungeborenes Kind im Internet zum Verkauf oder Tausch angeboten.

Wie die Göttinger Polizei am Freitag schilderte, hatte die Jugendliche ihr Angebot im sozialen Netzwerk Facebook unterbreitet. Das führte zu einer Flut aufgebrachter Kommentare. Kurz darauf wurde die 16-jährige aus der Gruppe rausgeworfen. Außerdem nahm die Polizei Ermittlungen auf. Die Jugendliche muss sich jetzt wegen Verdachts des Kinderhandels gemäß Paragraf 236 Strafgesetzbuch verantworten.

Jacqueline Emmermann vom Präventionsteam der Polizei Göttingen warnt dringend vor solchen „Scherzen“ im Internet. „Das Netz vergisst nichts“, warnt sie. Auch gelöschte Bilder oder Kommentare lassen sich mit ein paar Klicks schnell wieder herstellen. Und das Netz kennt keine Anonymität. Jeder hinterlässt seine individuellen Spuren. Emmermann: „Erst denken dann posten!“

Zudem können unbedachte Äußerungen oder das Hochladen von Bildern Straftatbestände wie Beleidigung, Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz, Verleumdung, üble Nachrede in der virtuellen Welt genauso wie im realen Leben ein Ermittlungsverfahren nach sich ziehen und mit hohen Schadensersatzansprüchen verbunden sein.

Opfer sollten Beweise einen Screenshot der betreffenden Seite machen, um Beweise zu sichern. Den Vorfall sollten sie dem Betreiber des Forums melden und den Post löschen lassen. Vom Täter sollten sie eine Unterlassungserklärung erwirken und gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei erstatten.

Für weitere Informationen steht Jacqueline Emmermann als Beauftragte für Jugendsachen bei der Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2008 gern zur Verfügung. (p)

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