Junge Männer sammelten illegal Geld: Polizei erwischt Spenden-Betrüger

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Göttingen. Die Polizei hat am Donnerstag drei mutmaßliche illegale Spendensammler in der Göttinger Innenstadt dingfest gemacht. Sie kommen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont.

Die drei 20, 21 und 23 Jahre alten Männer gerieten am Donnerstag gegen 11.50 Uhr auf der Lange-Geismar-Straße in Höhe eines Telefongeschäftes ins Visier der Polizei: Sie sprachen Personen an und baten um Spenden für Behinderte. Als die Polizisten die Verdächtigen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont überprüfen wollten, ergriffen sie die Flucht und rannten in Richtung Nikolaistraße/Wallanlagen davon. Weit kam das Trio allerdings nicht. Auf einem Parkplatz an der Bürgerstraße wurden die drei Gesuchten wenig später von einer Funkstreifenwagenbesatzung aufgegriffen.

Bargeld fand sich bei den drei Männern nicht. In einem Gebüsch in der Nähe einer Gaststätte in der Hospitalstraße aber stießen die Ermittler auf die während der Flucht weggeworfene Spendenliste, die gefälscht war.

Die mutmaßlichen Betrüger wurden vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend kamen sie auf freien Fuß. Gegen sie wird weiterhin ermittelt.

Bereits am Mittwoch hatten Ermittler gegen 11.40 Uhr einen 17-jährigen Jugendlichen aus Kreis Hameln-Pyrmont dabei beobachtet, wie er an einer Bushaltestelle an der Weender Straße mehrere Passanten ansprach und versuchte, Spendengelder für eine fiktive gemeinnützige Organisation zu sammeln.

Bei der Überprüfung des mutmaßlichen Betrügers stießen die Beamten auf etwa 20 Euro Spendengeld. Das Geld sowie Klemmbrett samt Kugelschreiber wurden beschlagnahmt. Gegen den 17-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges eingeleitet. Außerdem sprachen die Beamten einen Platzverweis aus. (bsc)

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