Junge Union Göttingen: Keine Integration im neuen Flüchtlingswohnheim möglich

So soll es aussehen: Das zukünftige Wohnheim für Flüchtlinge auf den Zietenterrassen in Göttingen. Hier ein Entwurf. Foto: nh

Göttingen. Das geplante Flüchtlingswohnheim sei mit 180 Plätzen zu groß, um eine gute Integrationsarbeit leisten zu können.

Diese Ansicht vertritt die Junge Union Göttingen und stützt damit die Argumentation der Bürgerinitiative „Zukunft Zietenterrassen“.

Studien würden belegen, dass „50 Bewohner die maximale Größe für eine Wohnstätte sind, damit Integration noch stattfinden kann“, heißt es in der JU-Pressemitteilung.

Auch stellt sich Sprecherin Christina Christiansen in Bezug auf das Betreuungskonzept und den Qualitätsstandards viele Fragen, die noch ungeklärt seien.

Zweifel hegt die JU-Sprecherin an der von der Stadt angeführten Alternativlosigkeit zum Standort Zietenterrassen, wo Gebäude für die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) geplant seien. „Die Stadt spricht sich mit dem Vorgehen somit gegen den Wissenschaftsstandort Göttingen und seine Attraktivität für Studenten aus.“

Auch sei die „zusätzliche Menge an Menschen auf den Zietenterrassen eine Belastung für die Infrastruktur“. So drohten lauf Vermutung der JU durch die Flüchtlingsfluktuation eine „große Anonymität“ und ein „hohes Verkehrsaufkommen“.

Letztlich fordert die Junge Union ein nachhaltiges Gesamtkonzept, das eine angemessene Größe des Flüchtlingswohnheims beinhaltet, aber auch die Verteilung der Flüchtlinge auf mehrere kleine Objekte beinhaltet. Zudem sollte ein Anwohnerversammlung einberufen werden.

Die Stadt Göttingen hatte Ende Januar vor Ort eine stark besuchte öffentliche Sitzung des Sozialausschusses veranstaltet. Dabei hatten sich auch viele Anwohner mit dem Bau der für fünf Jahre geplanten Unterkunft auf dem ehemaligen Exerzierplatz Zietenterrassen einverstanden gezeigt. (tko)

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