Junges Theater Göttingen

Auszug auf Zeit mit „Sack und Pack“ aus dem Otfried-Müller-Haus

Einpacken im Jungen Theater: Alles muss in die Interims-Spielstätte in der ehemaligen Voigt-Schule mitgenommen werden. Foto: Hans-Peter Niesen

Göttingen – Das Junge Theater Göttingen (JT) verlässt mit „Sack und Pack“ seine alte Spielstätte im Otfried-Müller-Haus an der Hospitalstraße und zieht für drei Jahre in die frühere Voigt-Realschule an der Bürgerstraße

Mit umziehen wird das im selben Gebäude-Ensemble Otfried-Müller-Haus untergebrachte Kommunikations- und Aktionszentrum (KAZ). „Das Haus wird in der Zwischenzeit mit einem Kostenaufwand von rund sechs Millionen Euro saniert“, sagt JT-Geschäftsführer Tobias Sosinka.

Die Stadt Göttingen hat unterdessen die vorübergehende Heimat der beiden Einrichtungen für rund eine Million Euro hergerichtet, dass sie von beiden genutzt werden kann. Unter anderen wurde in das alte Schulgebäude aus dem Jahr 1886 ein Fahrstuhl für die Barrierefreiheit eingebaut und der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.

Das Junge Theater war seit 1976 im denkmalgeschützten Otfried-Müller-Haus untergebracht. Bis auf neue Fenster in der alten Villa aus dem Jahr 1836 wurde nicht viel in die Substanz investiert, sagte Sosinska, der 2016 die Geschäftsführung des JT mit seinen 30 Voll- und Teilzeitmitarbeitern übernommen hat. Mit der Sanierung, die zur Hälfte aus Bundesmitteln finanziert wird, wird das Haus jetzt auf einen zeitgemäßen Zustand gebracht.

Während im alten Haus maximal 234 Zuschauer vor der Bühne untergebracht werden konnten, werden in der früheren Schulaula an der Bürgerstraße nur 175 Theaterfreunde Platz finden. Sie dürfen sich auf zwölf neue Produktionen in der Spielzeit 2019/2020 freuen. „Wir werden Stücke für jede Altersgruppe anbieten mit einem Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendstücke“, kündigte Geschäftsführer Sosinka zum Start des Umzugs an. In diesem Bereich sei die Nachfrage „sehr groß“. Ein kulturelles „Bonbon“ ist auch in Planung. In Kooperation mit dem Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) soll es ein besonderes Konzert für Babys und Kleinkinder geben.

Eröffnet wird die Interims-Spielstätte am Freitag, 20. September, mit dem Goldoni-Klassiker „Diener zweier Herren“.

Eine Woche später folgt am Samstag, 28. September, in Kooperation mit dem KAZ ein Tag der offenen Tür und die offizielle Schlüsselübergabe. Höhepunkt dabei wird ein theatralischer Umzug durch die Stadt sein. (zhp)

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