Premiere im Jungen Theater

Musikalische Reise zu den Monster-Hits der Stones und Beatles

Sorgten für musikalische Unterhaltung: Katharina Brehl und Karsten Zinser. Foto: Heise

Göttingen. Das Junge Theater legt eine neue Musik-Revue auf: "Satisfaction" soll den Erfolg des Vorgängers "Tausendmal berührt" fortsetzten. Die Premiere war umjubelt.

Das Rezept scheint überzeugend einfach: Man nehme eine Handvoll großer Welthits und stelle sie zu einer Bühnenshow zusammen. Im Jungen Theater in Göttingen hat es funktioniert. Mit der Uraufführung der Musikshow „Satisfaction“ haben die Macher Fred Kerkmann und Tobias Sosinka das Publikum begeistert.

Die Mischung bringt’s: Mit Songs à la Bob Dylan, Prince, Rolling Stones oder den Beatles und anderen ganz Großen scheint man gerade für die, die die Musikszene ab den 1960er-Jahren miterlebt haben, auf keinen Fall etwas verkehrt machen zu können.

Und so klappte es auch im Jungen Theater. Viele Zuschauer ließen sich fesseln von den Hits aus ihrer Jugend, und auch die, die Musik nur vom Tonträger kennen, ließen sich in ihren Bann ziehen.

Mit Kostümen vom damals durchaus beliebten schwarzen Anzug bis zum verrückten Glitter-Outfit (Ausstattung: Hanna Landes) hat das Ensemble der Musikproduktion die Zeit damals gut eingefangen: „Sex and drugs and Rock’n Roll“ – die „Drugs“ halten gleich bei „Born to be wild“ mit einem Tablettenröhrchen auf der Bühne Einzug. Im Gewand von Tiermasken ziehen später LSD-Trips über die Bühne. Katharina Brehl, Franziska Lather, Jan Reinartz, Peter, Christoph Grünberg und Karsten Zinser bringen das Lebensgefühl von vor einem halben Menschenleben überzeugend auf die Bühne. Unterstützt wird die Show mit vielen Lichteffekten und immer wieder waberndem Bühnennebel.

Aber kann man von fünf Schauspielern und einer Band am Jungen Theater erwarten, den Sound von mehr als 20 weltberühmten Gruppen und Sängern genauso faszinierend wiederzugeben? Im Arrangement des musikalischen Leiters und Gitarristen Fred Kerkmann für Gitarre, Keyboard (Steffen Ramswig), Bass (Sebastian Strzys und Sebastian Albert) und Drums (Christian Villmann) muss das Unverwechselbare unweigerlich verloren gehen. Fast klingen die Hits wie von der Stange.

Den meisten Zuschauern schien jedoch schon der Anklang ans Original zu reichen. Bei der Premiere spendeten sie immer wieder begeistert Beifall. Zum Abschluss honorierten sie die Leistung mit Standing Ovations und Applaus, der für drei Zugaben reichte. So endete der knapp zweistündige Abend zu Bob Dylan in Lagerfeuer-Romantik.

Insgesamt ein großes Wagnis, das am Premierenabend vor vollem Haus beim Großteil des Publikums Zustimmung fand. Nach den erfolgreichen Bühnenspektakeln „Forever 27 Club“, „Money, Money, Money – Auf den Trümmern das Paradies“ und „Tausendmal berührt“ hat das Junge Theater vermutlich auch mit seiner vierten Musikshow „Satisfaction“ mit Songs von den Stones bis zu Cat Stevens einen Kassenschlager gelandet.

Wieder am 27.1., 2. und 10.2. Karten: Tel. 0551 / 49 50 15.

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